Sturmflut: Aufräumarbeiten in Deutschland beendet
Einen Tag nach der großen Sturmflut ist am Samstag an der Nordseeküste wieder der Alltag eingekehrt.

Foto © APAFreitagnachmittag: "Land unter" auch am Fischmarkt in Hamburg
In Emden,
Wilhelmshaven und Bremerhaven waren die Aufräumarbeiten weitgehend
beendet. Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein brachte die
Helgoland-Fähre "MS Funny-Girl" in der Früh einige Dutzend
Kurzurlauber von Cuxhaven auf die Hochseeinsel.
Planmäßig. Auch die Fähren zu den ostfriesischen Inseln verkehrten wieder
planmäßig. Der Wind auf See blies nur noch mit 50 bis 60
Stundenkilometer: "Für die Jahreszeit im normalen Bereich", sagte
Birger Tinz vom Deutschen Wetterdienst.
Vorbereitet. Bürger und Behörden hatten sich auf die Ankunft von Orkan "Tilo"
optimal vorbereitet. So liefen in Emden, Bremerhaven und Norddeich
zwar die Hafenbecken über, jedoch hatten die meisten Menschen -
anders als bei der schweren Sturmflut vor einem Jahr - die Warnungen
des Wetterdienstes ernst genommen. "Auf dem überfluteten Parkplätzen
standen keine Autos mehr. Bei uns ist es glimpflich ausgegangen",
sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Emden am Samstag. In Emden
war das Hochwasser am Freitag bis auf 3,29 Meter angestiegen.
Verletzt wurde niemand.
Dünenabbrüche. Auf Juist, Langeoog und Wangerooge war es durch den Sturm zu
teilweise erheblichen Dünenabbrüchen gekommen. Dort müsse aber nicht
sofort neuer Sand aufgeschüttet werden, sagte eine Sprecherin des
Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und
Naturschutz (NLWKN). In diesem Jahr wurde zum Schutz der Küsten
bereits acht Millionen Euro investiert. Zur Höhe der durch Orkan
"Tilo" entstandenen Schäden konnten am Samstag noch keine Angaben
gemacht werden.













