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    Zuletzt aktualisiert: 05.11.2007 um 11:38 Uhr

    Forschungszentrum für die Biowissenschaft (ZMB) in Graz eröffnet

    Auf 11.000 Quadratmetern entstand ein neuer Arbeits- und Ausbildungsort von 120 Forschern und 1.000 Studierenden.

    Seit mehr als einem Jahrzehnt bemühte sich die Universität Graz um die Errichtung eines "Zentrums für Molekulare Biowissenschaften" (ZMB). Rechtzeitig zum Start von drei neuen Masterstudien in den molekularen und technischen Biowissenschaften in Graz wurde der Bau zu Semesterbeginn in Betrieb genommen. Am Montag wurde der Gebäudekomplex mit einer Gesamtnutzfläche von 11.000 Quadratmetern feierlich eröffnet.

    Drei Baukörper. Errichtet wurde der neue Arbeits- und Ausbildungsort für rund 120 Forscher und 1.000 Studierende auf dem Areal des ehemaligen St. Anna-Kinderspitals zwischen Mozartgasse und Humboldtstraße. In dem aus drei Baukörpern zusammengesetzten Zentrum finden sich neben dem Institut für Molekulare Biowissenschaften der Uni Graz weitere Einrichtungen aus dem Bereich der Biotechnologie, Hörsäle und Seminarräume, eine Bibliothek und eine Cafeteria. Die Investitionskosten beliefen sich auf mehr als 40 Mio. Euro: Davon betrug der Anteil für die High-Tech-Infrastruktut knapp 22 Mio. Euro.

    Aufwertung. "Das ZMB ist ein echter Meilenstein in der Universitätsgeschichte. Es stärkt massiv den profilbildenden Schwerpunkt der Biowissenschaften und wertet den gesamten Forschungsstandort Graz auf", betonte Rektor Alfred Gutschelhofer. Am Grazer Zentrum ist nun auch Platz für unter anderem dem neuen Spezialforschungsbereich "Lipotox" (unter Beteiligung von Uni Graz, der Medizinischen Universität und der Technischen Universität Graz). Im Mittelpunkt des Forscherinteresses steht dabei die sogenannte Lipotoxizität: "Dabei handelt es sich um eine gestörte Aufnahme beziehungsweise Produktion von Fettsäuren und Lipiden (Fetten), die zur Bildung toxischer Substanzen führen", erläutert der Biochemiker und SFB-Sprecher Rudolf Zechner von der Universität Graz. Konkret werden molekulare und zelluläre Prozesse bei der Entstehung von Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder Arteriosklerose untersucht.

    Neue Masterstudien. "Nicht nur die wissenschaftliche und die wirtschaftliche Nutzung werden durch diesen Neubau miteinander vernetzt, auch die Lehre wird gestärkt" betonte Zechner, einer der Hauptinitiatoren und Sprecher des ZMB. So sind die Räumlichkeiten für drei neuen Masterstudien "Biochemie und Molekulare Biomedizin", "Biotechnologie" und "Molekulare Mikrobiologie", die zusammen mit der TU Graz angeboten werden, im ZMB untergebracht. Eigentümerin des aus drei Baukörpern bestehenden Komplexes ist die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Für die Gestaltung des Gebäudes zeichnet die ARGE Seidel aus Ulm/Deutschland verantwortlich.


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