Von einem Leben fern von daheim
Der Klagenfurter Kurt Eichbauer (66) durchquerte Afrika nicht nur, weil er das Abenteuer suchte. Er will damit seine Wahlheimat Brunei in der Welt bekannter machen.

Foto © kkKurt Eichbauer liebt das Abenteuer. Wenn ihn das Fernweh plagt, verzichtet er auch auf solchen Luxus wie feste Wände und Dächer
Es war im April diesen Jahres, da setzten sich der gebürtige Klagenfurter Kurt Eichbauer (66) und seine Frau Noorhayati Abubakar (40) in ihren umgebauten Toyota Landcruiser und machten sich auf den Weg nach Kärnten. Der Weg sollte ein langer werden, schließlich starteten sie in Kapstadt, am südlichsten Zipfel des afrikanischen Kontinents.
Abenteuer. Auf die Reisenden sollten Monate voller Abenteuer warten. "Wir haben so vieles gesehen, so viele interessante Menschen, Tiere und Landschaften. Wir haben viel über das Wesen von Afrika gelernt", fasst Eichbauer zusammen. Unterwegs wurden sie von Nilpferden verfolgt, von Kindern bestaunt und von Beamten belästigt. "Am schlimmsten war es in Äthiopien. Die Armut dort ist einfach niederschmetternd. Dabei ist der Boden des Landes so fruchtbar. Aber die Einheimischen wissen nicht, wie sie ihre Energie positiv einsetzten könnten. Anstatt ihr Leben zu verbessern, sitzen sie untätig vor ihren Hütten", erinnern sich die zwei Reisenden.
Systemanalytiker. Dabei war Eichbauer nicht zum ersten Mal in Afrika. Bereits elf Jahre hat der Systemanalytiker auf dem Schwarzen Kontinent verbracht, dort erst ein KFZ-Unternehmen geleitet und sich später mit dem Bau von Tiefbrunnen selbstständig gemacht. "Es war ein wunderbares Gefühl, die glücklichen Gesichter der Kinder zu sehen, als sie klares Wasser in ihre Eimer füllen konnten", erinnert sich der Klagenfurter. Doch ewig sollte Afrika nicht seine Heimat sein. Die wirtschaftliche Situation im Land wurde immer schlimmer, Eichbauer selbst wurde ruhelos. "Ich hatte wieder dieses Fernweh, das mich in meiner Jugend von Kärnten in die große weite Welt zog", sagt Eichbauer. Also kaufte er sich ein Flugticket, setzte sich in eine Maschine und machte sich auf den Weg rund um den Globus, bis er den Ort fand, in dem er so frei und selbstständig sein konnte, wie er es wollte. Dieser Ort heißt Brunei.
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Noorhayati Abubakar tritt in ihrer Heimat Brunei intensiv für das Selbstbewusstsein der Frauen ein. Auf der reise durch Afrika lernte sie viele neue Freundinnen kennenFoto © kk
Noorhayati Abubakar tritt in ihrer Heimat Brunei intensiv für das Selbstbewusstsein der Frauen ein. Auf der reise durch Afrika lernte sie viele neue Freundinnen kennenGrafik © kk
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Der Weltenbummler liebt es, mit den Einheimischen auf Tuchfühlung zu gehenFoto © kk











