Subventionierte Trachten-Janker sorgten für Aufregung
Weil Landeszuschüsse für bestellte Trachtenjacken ausblieben, wurde ein Kärntner Brauchtumgsgruppen-Obmann angeklagt. Der Vorwurf: Die 31 Janker wurden nicht bezahlt.
Das hätte der Obmann einer Kärntner Brauchtumsgruppe nicht gebraucht: Er wurde von der Staatsanwaltschaft wegen Betrugs angeklagt. Der Vorwurf: Er hat 31 Trachtenjanker bestellt, aber nicht bezahlt. "Mir wurden vom Land Subventionen versprochen, weil wir ein Vereinsjubiläum hatten. Deshalb besorgte ich die Jacken", sagte der Beschuldigte. Doch die versprochenen Landes-Zuschüsse kamen nicht, die Trachten schon.
Offene Rechnung.
Aber weil der Brauchtumsgruppen-Obmann nicht alles aus der eigenen "Jacken-Tasche" zahlten wollte, blieb die Rechnung von 3100 Euro offen. Das Trachtengeschäft erstatte Anzeige. Vor Gericht legte der Beschuldigte ein Schreiben der Brauchtumsabteilung des Landes vorlegen. Darin wurden tatsächlich Subvention zugesichert.
Der Haken für die Jacken: Der Verein bekam das Geld erst ein Jahr nach der Zusage. Deshalb blieb die Rechnung so lange offen. Mittlerweile wurden vom Land 2100 Euro überwiesen. "Den Rest musste der Verein drauflegen", so der Beschuldigte. Das Wichtigste ist: Die Rechnung ist beglichen.
"Armutszeugnis für das Land".
"Betrugsvorwurf kann man den Mann keinen machen", findet Richter Manfred Herrnhofer. Er fällt einen Freispruch und sagt: "Es ist ein Armutszeugnis für das Land, eine Förderungszusage zu machen und erst ein Jahr später zu bezahlen."











