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Zuletzt aktualisiert: 31.01.2008 um 16:55 Uhr

Studium: Halbe Studiengebühren bei Job?

Die Universitäten lehnen den jüngsten Vorschlag von Wissenschaftsminister Hahn ab: Dieser sieht günstigere Studiengebühren für jene vor, die berufstätig sind.

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Die Universitäten lehnen das von Wissenschaftsminister Johannes Hahn seit mehreren Monaten propagierte Modell eines Teilzeitstudiums, für das auch nur ein Teil der Studiengebühren zu entrichten ist, ab. Prinzipiell unterstützt die Universitätenkonferenz (uniko, vormals Rektorenkonferenz) eine Neuregelung für Teilzeitstudierende, die von Hahn vorgeschlagene Lösung - "halbe Studienbeiträge für die Hälfte der Prüfungen" - sei aber "zu simpel", heißt es am Donnerstag in einer Aussendung der uniko.

Neues System gefordert. Die Unis fordern dagegen eine "tatsächliche Systemumstellung der Universitätsfinanzierung". Die Bezahlung der Studiengebühren sollte an die Anzahl der absolvierten Lehrveranstaltungen bzw. an das Leistungspunktesystem (ECTS) geknüpft werden. Studierende, die weniger in Anspruch nehmen, sollten daher auch weniger bezahlen als jene, die mehr in Anspruch nehmen. Was die Unis nicht explizit sagen, ein solches System aber bedeuten würde: Mit Studiengebühren in Höhe von 363 Euro pro Semester würde man bei einem solchen Modell wohl kaum das Auslangen finden.

Einheitliche Lösung gefordert. Auch wenn Hahn noch darüber diskutieren will, macht er klar, dass eine solche Teilzeitregelung für alle Unis zu gelten habe und nicht in deren autonome Entscheidung falle. "Das muss schon einheitlich sein", sagte er, auch wenn es etwa bei den Studiengebühren für Studenten aus Entwicklungsländern den Unis überlassen ist, ob sie Ermäßigungen geben oder nicht. Ob es die Teilzeit-Regelung auch für FH geben werde, müsse man noch diskutieren. Wobei Hahn klarmacht, dass er nichts davon hält, dass einige FH ganz auf Studiengebühren verzichten, gleichzeitig aber eine Anpassung der Bundeszuschüsse pro Studienplatz fordern.

Gutachten bis Mai. Welches Modell nun tatsächlich kommt, wird sich in den nächsten Monaten weisen, in denen Hahn nicht nur mit den Unis, sondern auch mit dem Koalitionspartner über den Entwurf einer Novelle zum Universitätsgesetz (UG) verhandeln muss. Der Begutachtungsentwurf soll jedenfalls im Mai vorgelegt werden.

10/regionen/topics/uniquote/

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Fakten

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Flüchtlinge"
auf heimische Unis. 2006 wurde eine Quotenregelung eingeführt, wonach 75 Prozent der verfügbaren Plätze für Österreicher, 20 Prozent für EU-Bürger und fünf Prozent für Nicht-EU-Bürger reserviert sind. Die EU-Kommission hält die Quote für "diskriminierend".

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