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Zuletzt aktualisiert: 05.10.2007 um 11:54 Uhr

17-Jährige wollte Bub in Psychatrie töten

Die unter psychischen Problemen leidende Täterin soll sich in das Zimmer des siebenjährigen Mitpatienten geschlichen und versucht haben, ihn mit einem Plastiksack zu ersticken. Erst vor wenigen Tagen quälte das Mädchen einen Hund zu Tode.

Die Universitätsklinik in Innsbruck

Foto © APADie Universitätsklinik in Innsbruck

Dramatische Szenen haben sich offenbar am vergangenen Dienstag in der Innsbrucker Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universitätsklinik abgespielt. Wie am Freitag bekanntwurde, hatte eine 17-Jährige versucht, einen siebenjährigen Mitpatienten zu töten. Die junge Frau hatte dem schlafenden Buben einen Plastiksack übergestülpt. Das Kind überstand den Zwischenfall unverletzt.

Unklarheiten. Unklar war vorerst, ob der Bub durch das Gezerre an seinem Kopf munter wurde und sich den Plastiksack selbst vom Kopf riss. Möglich sei auch, dass die Täterin selbst die Tragweite ihrer Handlung erkannt und ihr Opfer befreit habe. Die 17-Jährige befand sich mittlerweile über richterlichen Auftrag in Untersuchungshaft, berichtete die Tiroler Tageszeitung in ihrer Freitagausgabe. Am Donnerstag fand die erste Einvernahme durch Experten des Landeskriminalamts für Tirol statt.

Hund gequält. Die Täterin sei psychisch angeschlagen, hieß es. Vor etwa zehn Tagen soll die 17-jährige den Hund einer Nachbarin schwer misshandelt haben - und dabei ähnlich vorgegangen sein wie in der Klinik. Sie soll dabei dem Tier einen Sack über den Kopf gezogen und dann zugeschlagen bzw. -getreten haben. Dabei zertrümmerte sie die Kieferknochen des Hundes mehrfach, weshalb das Tier eingeschläfert werden musste.


Fakten

Chefermittler Walter Pupp vom Landeskriminalamt hielt sich am Freitag über die ersten Einvernahmen bedeckt. Es sei Sache des Gerichtes, über einen Sachverständigen die Zurechnungsfähigkeit der Verhafteten zu überprüfen, sagte er. Die Ermittlungen seien noch im Laufen.

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