Unglück in Mine in Südafrika - Mehr als 3.000 Kumpel eingeschlossen
Offenbar Kabel eines Aufzugs gerissen.
Nach einem Unglück in einer
Goldmine in Südafrika sind 3.200 Kumpel unter Tage eingeschlossen. In
der Mine Elandsrand in der Provinz Mpumulanga sei ein Kabel eines
Aufzugs gerissen, der zur Beförderung der Arbeiter an die Oberfläche
diene, teilte der weltweit fünftgrößte Goldproduzent Harmony Gold am
Mittwoch mit. Die in 2.200 Metern Tiefe ausharrenden Kumpel könnten
momentan nicht nach oben geholt werden. Derzeit würden Ingenieure
aber versuchen, das Problem zu lösen. Die Rettungsaktion könne bis in
den Donnerstag hinein andauern.
Unverletzt.
Niemand sei verletzt worden, sagte ein Sprecher der
Minengesellschaft nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN. Der Unfall
in der Mine bei Carletonville nördlich von Johannesburg habe sich
bereits Mittwoch früh ereignet, sei aber erst am späten Abend bekannt
geworden, hieß es.
Die Bergarbeitergewerkschaft sprach von einem Wasserrohrbruch, der
den Schacht der Goldmine zum Einsturz gebracht haben könnte. Einem
Gewerkschaftssprecher zufolge war der einzige Ausgang blockiert. Es
bestehe die Gefahr, dass die Sauerstoffversorgung der Arbeiter
abgeschnitten werden könnte, warnte Lesiba Seshoka.
3.000 Meter.
Südafrikanische Goldminen liegen gewöhnlich in 3.000 Meter Tiefe
unter der Erdoberfläche und zählten lange Zeit zu den unsichersten
der Welt. Im vergangenen Jahr kamen nach Regierungsangaben insgesamt
199 Bergleute bei Grubenunglücken in Südafrika ums Leben.










