Wieder Schüsse auf Spielplatz
Zwei Männer in Hallein schossen mit Luftdruckgewehren auf einen Spielplatz. Die 15 Kinder kamen mit dem Schrecken davon.
"Übermut und Dummheit" waren laut Polizei die Triebfedern für die Wahnsinnstat. Das Brüderpaar P., 23 und 21 Jahre alt, feuerte am Samstagabend mit einem Luftdruckgewehr auf einen Spielplatz inmitten einer großen Wohnanlage in Hallein.
Angezeigt. Gegen 19 Uhr hatten Nachbarn die Polizei verständigt, dass die beiden von ihrem Balkon im dritten Stock aus auf den Spielplatz zielten. Die Geschosse verfehlten die 15 Kinder um rund fünf Meter. Als die Polizisten der Inspektion Hallein ins Wohnhaus vordrangen, kam ihnen der bereits amtsbekannte 23-Jährige entgegen. Er wurde wie sein Bruder auf freiem Fuß angezeigt.
Die Beamten haben über die beiden auch ein vorläufiges Waffenverbot verhängt. In der Wohnung, in der der ältere Bruder Andreas wohnt, konnten die Polizisten neben dem Luftdruckgewehr, das mit Bleikugeln geladen war, noch mehrere Softguns und ein Butterfly-Messer sicherstellen.
Entschuldigung. Der 23-jährige Andreas P., Vater von drei Kindern, entschuldigt sich für die Schüsse. "Das war sehr dumm, ich wollte meinem Bruder nur das Gewehr zeigen und es ausprobieren." Schießen bezeichnet P. als sein Hobby, dass er Kinder verletzen wollte, streitet der Vorbestrafte vehement ab. "Auf ein Kind habe ich nie gezielt, nur auf die grüne Rutsche. Und die war leer."
"Dummheit" war auch kürzlich die Erklärung jenes 26-Jährigen, der im Frühsommer in einem Wiener Gemeindebau auf spielende Kinder geschossen und drei verletzt hatte. Der Mann war vergangene Woche zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.










