Der erste Schritt ins Uni-Leben
In einer Woche startet des Wintersemester an den heimischen Universitäten. Erstsemestrige schildern ihre Erfahrungen.

Foto © Susanne RakowitzDie Uni Graz
Die ersten Schritte in die Selbstständigkeit als Student, sind voller Ungewissheit: Wähle ich das richtige Studium? Wie ist es alleine zu leben? Komme ich mit dem Geld aus oder muss ich mir einen Nebenjob suchen? Gedanken, mit denen sich rund 5000 Studienanfänger, die sich seit Tagen an den fünf steirischen Universitäten inskribieren, herumschlagen müssen.
Zu Nahe am Heimatort.
"Ich habe etwas Angst mit dem Uni-Alltag zurecht zu kommen, weil ich jetzt für alles selbst verantwortlich bin", beschreibt Pia Maria Dietachmair ihr derzeitiges Befinden. Die 19-Jährige aus Sierning (OÖ) hat sich gerade an der Technischen Universität (TU) Graz für das Maschinenbau-Studium eingeschrieben. Pia Maria überlegte sich ihre Studienwahl seit einem halben Jahr. Nachdem sie sich gegen die Fachhochschulen in Villach und Wels ("zu Nahe am Heimatort") entschieden hatte, fiel die Wahl gleich auf die TU Graz. Und so heißt es ab 1. Oktober "ranhalten" für Pia Maria: "Ich habe eine Modeschule absolviert und muss jetzt in Mathematik und Physik einiges an Stoff aufholen."
Anspruchsvolle Ausbildung.
Ähnlich geht es auch der Kronstorferin (OÖ) Verena Kolm. Sie hat ihre Absicht begraben, ein Kolleg für Einrichtungsberatung zu besuchen, "weil ich eine anspruchsvollere Ausbildung will", meint die 18-Jährige, während sie in der Schlange für die Erstanmeldungen an der Universität Graz wartet. "Was ich studieren will, war mir sofort klar - Germanistik", so Kolm. Dass sie in Graz - außer ihren Freund Sebastian - niemanden kennt, stört sie nicht.
Suche nach Nebenjob.
Pia Maria hofft sich bald klar darüber zu werden, ob sie die richtige Studienwahl getroffen hat. Sobald sie sich in Graz eingelebt hat, will sie, wie 60 Prozent der österreichischen Studenten, Ausschau nach einem Nebenjob halten. Momentan muss sich alles mit 250 Euro pro Monat, die sie von ihren Eltern bekommt, ausgehen. Die Miete für ihr Zimmer in einer Wohngemeinschaft (247 Euro) übernehmen ebenfalls Mama und Papa.
Wohnungssuche.
Die Finanzen sind auch für Verena ein spannender Faktor: "Jetzt wird es sich herausstellen, ob ich mit dem Geld der Eltern auskomme," sagt die Neo-Germanistin. Die Wohnungssuche überließ sie einem Makler. Nun leben Verena und Sebastian für 600 Euro auf 63 Quadratmetern.
Monatlich 826 Euro.
Aus dem "Bericht zur sozialen Lage der Studierenden" geht hervor, dass ein Student in Österreich durchschnittlich 826 Euro im Monat zur Verfügung hat. Dazu kommen noch Naturalleistungen von Familie oder Partner in Form von Miete, Nahrung oder Kleidung. Die größten Ausgabeposten sind Wohnen (257 Euro) und Essen (178 Euro).
Studienwechsel.
Im Jahr 2006 wechselten 22 Prozent der Studenten ihr Studium zumindestens einmal. Bleibt zu hoffen, dass heuer viele Erstsemestrige gleich zu Beginn die richtige Wahl getroffen haben.











