Neuer All-Wettlauf: Nicht nur USA und Russland wird es auf Erde zu eng
50 Jahre nach Sputnik scheint nicht nur die US-Raumfahrtbehörde frisch motiviert - auch Russland will eine permanente Mond-Station aufbauen und bis 2040 am Mars sein. Sogar Indien könnte bis 2015 ein bemanntes Raumschiff ins All schicken.

Foto © APAMars: Neue Heimat für den "homo sapiens"?
Die US-Raumfahrtbehörde NASA will spätestens im Jahr 2037 erste Menschen auf dem Mars landen lassen: Im Jahr 2057
könnte sie neben dem 100. Sputnik-Jahrestag auch den 20.
Jahrestag der ersten bemannten Marslandung feiern, verkündete NASA-Chef Michael Griffin jüngst auf einer internationalen
Weltraum-Konferenz im indischen Hyderabad.
Besiedelung durch Menschen. "Wir sehen auf Mond und Mars die Möglichkeit, eine Zivilisation für morgen und darüber hinaus zu errichten", sagte Griffin weiter. Bereits im August 2007 hatte die NASA ihre Marssonde Phoenix ins All geschickt. Sie soll erstmals im Permafrost der arktischen Region des Roten Planeten nach Spuren von früherem oder noch existierendem Leben auf dem Mars suchen. Die Landung der Sonde auf dem Mars ist für den 25. Mai 2008 geplant.
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Foto vergrößernArchitektur im WeltraumFoto © Foto: ORF/'Space Architecture - Architektur für den Weltraum'
Neues Wettrennen. Aber auch Russland plant Großes - nicht zuletzt deshalb, weil der unter Präsident Putin vorangetriebene Ausbau der Rüstungsindustrie auch auf die Raumfahrt ausgeweitet wurde. Das Budget dafür wurde in den letzten Jahren immerhin verdoppelt: Auch wenn sich die russischen Mittel für 2007 mit 1,2 Milliarden Dollar neben dem jährlichen NASA-Etat von 16,8 Milliarden Dollar noch bescheiden ausnehmen und ein neues Wettrennen um das All offiziell geleugnet wird, scheint Russland mitmischen zu wollen.
"Gefährlicher Rückstand". Der extraterristische Weg Russlands soll zunächst auf den Mond führen - und das bereits in naher Zukunft: "Der Mond ist Teil unserer Planungen für die bemannte Raumfahrt", verkündete Alexej Krasnow, Chef der bemannten Raumfahrt bei der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos. Pläne anderer Staaten wie der USA, Chinas oder Indiens, ihre Mondprogramme auszuweiten, hätten Roskosmos zu einer Beschleunigung seiner Projekte bewogen. "Wir sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es gefährlich wäre, in Rückstand zu geraten", so Krasnow.
Marslandung um 2040. Ab 2028 könnte es dann auf der Mondoberfläche eine permanent betriebene Station der Russen geben, von dieser aus würden zunächst vor allem Astroiden bewacht werden, auch wertvolle Rohstoffe am Mond wären natürlich ein Thema. Doch die Pläne gehen noch viel weiter: Russische Kosmonauten sollen laut Anatoli Perminow, Roskosmos-Leiter, um das Jahr 2040 auf dem Mars landen, ein Vorhaben das mit dem Mond als Basis natürlich wesentlich einfacher umzusetzen wäre.
Sputnik-1
Am 4. Oktober 1957 schoss die Sowjetunion die Raum-
kapsel Sputnik-1 ins Weltall.
Sterderlschauen für alle
Veranstaltungen
Auch das Österreichische Weltraum Forum (ÖWF) feiert das Jubiläum:
Am 4. Oktober startet im Observatorium Lustbühel in Graz der
Stratosphären-
ballon "Passepartout".
Am 6. Oktober gibt es eine Nacht der Raumfahrt im Heimatsaal in
Graz. In der Multimedia-Show "Steigflug" präsentieren Experten
unter anderem Neues aus der Marsforschung.

















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