Elfjährige geschwängert: Drei Jahre Haft für 16-Jährigen
DNA-Analyse eruierte den Jugendlichen als Vater. Der Beschuldigte soll auch seinen sechsjährigen Bruder missbraucht haben.

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Ein 16-Jähriger, der eine Elfjährige in
Niederösterreich geschwängert haben soll, ist gestern, Donnerstag, zu
drei Jahren Haft verurteilt worden. Das am Landesgericht Krems
gefällte Urteil wegen schweren sexuellen Missbrauchs ist bereits
rechtskräftig, berichtete der "Kurier" am Freitag.
Abtreibung.
Die Elfjährige aus dem Waldviertel habe nach der Schwangerschaft
in Wien abgetrieben. Eine DNA-Analyse habe in der Folge den richtigen
von drei möglichen Kandidaten als Vater eruiert, so der "Kurier". Der
16-Jährige wurde danach in Haft genommen. Der Angeklagte habe laut
"Kurier" den Sex mit der Elfjährigen zugegeben. Zwei Mal soll es
"passiert" sein, angeblich in gegenseitigem Einverständnis.
Missbrauch.
Der Beschuldigte soll auch seinen sechsjährigen Bruder missbraucht
haben. Dies bestritt der Angeklagte. Bei der Einvernahme durch die
Kriminalpolizei habe der Sechsjährige die Übergriffe zu Protokoll
gegeben - "lebensnah, nachvollziehbar und für einen Sechsjährigen
ganz logisch aufgebaut", wie Richter Gerhard Wittmann in der
Urteilsbegründung sagte. Bei der zweiten Befragung durch die
Jugendpsychologin habe der Bub gemeint: "Ich hab' gelogen." Das
Gericht vermutet allerdings: "Der Bub stand unter einem gewissen
Druck, weil doch er es war, durch dessen Aussage der große Bruder ins
Gefängnis gekommen ist."
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Fakten
Der Prozess fand am Donnerstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.











