Statistik: Die meisten Selbstmorde gibt es in der Steiermark
Not, Arbeitslosigkeit und Suizid hängen zusammen, erklären Psychologen: Und die meisten Selbstmorde gibt es im Steirerland.

Foto © APADie meisten Selbstmorde gibt es in der Steiermark
Auch ein anderer trauriger Statistik-Rekord sorgt dieser Tage für Aufsehen in der grünen Mark: Die Steiermark liegt, was die Selbstmordhäufigkeit betrifft, unter allen Bundesländern (wieder) an erster Stelle.
Grund unbekannt.
Fast 300 Menschen nehmen sich hier pro Jahr das Leben. Das bedeutet, dass 28 Steirer pro 100.000 Einwohner jährlich freiwillig aus dem Leben scheiden. Den Grund dafür weiß man natürlich nicht. Aber sicher ist die Verbindung von wirtschaftlicher Notlage und Suizid: "Es gibt offensichtlich einen Zusammenhang zwischen wirtschaftlicher Depression und persönlicher Depression", erklärt der Grazer Psychologe Alois Kogler.
Zusammenhang.
"Wenn wir keine Zukunft empfinden, wenn wir sehen, wir können nichts dazu beitragen, dass meine Familie oder ich selbst in eine bessere Situation kommen, dann bedeutet das, dass unser Selbstwert absolut sinkt. Und dann kann es irgendwann zum Suizid kommen." Dieser Zusammenhang zwischen Not oder Ar
beitslosigkeit und Selbstmord ist auch an der besonderen Suizidhäufigkeit in wirtschaftlichen Krisengebieten wie der Obersteiermark sehr deutlich ersichtlich.
Mehr Männer.
Nicht ganz neu ist die Erkenntnis, dass sich nach wie vor doppelt so viele Männer als Frauen das Leben nehmen, führt der Psychologe aus.
Abseits aller statistischen Zahlen hat Kogler einen wichtigen Hinweis an alle, die mit depressiven Menschen zu tun haben: Die Ankündigung von Selbstmordabsichten ist unbedingt ernst zu nehmen. Der Betreffende sollte sofort psychologische Hilfe bekommen.










