Zu viele Unfälle: Videos sollen Baustellen sichern
In Kärnten gibt es die meisten Unfälle auf Baustellen. AUVA startet Präventionskampagne.

Foto © AP Die meisten Unfälle auf Baustellen gibt es laut Statistik in Kärnten
"In Kärnten gibt es österreichweit die meisten Unfälle auf Baustellen", warnt Wolfgang Umgeher, Direktor der Allgemeinen Unfalls-Versicherungsanstalt (AUVA). Den Grund sieht er in der Struktur des Kärntner Baugewerbes mit den vielen Kleinunternehmen.
2600 Arbeitsunfälle.
Die Zahlen sind jedenfalls alarmierend: Im Vorjahr gab es auf Kärntens Baustellen 2600 Arbeitsunfälle. Drei davon endeten tödlich. "Monatlich fallen allein für Kärnten 3,9 Millionen Euro an Rentenzahlungen an, die Folge von Arbeitsunfällen und am Bau 'erworbener' Erkrankungen sind", rechnete Umgeher vor.
"Video-Schichten".
Nun startete die AUVA eine Präventionsaktion, um Unfälle zu verhindern. Gut 50 Baustellen in Kärnten werden von einem Videobus besucht. Der Film wird dann mit den Arbeitern besprochen, um Risikofaktoren zu erkennen. Solche "Video-Schichten" dauern rund 30 Minuten und finden während der Dienstzeiten statt. Gestartet wurde die Präventionskampagne auf der GreenOneTec-Großbaustelle in St. Veit.
Schichtende.
Wer glaubt, dass junge, unerfahrene Bauarbeiter Opfer von Unfällen werden, der irrt. Die Statistik wird von den "alten Hasen" (46- bis 55-Jährige) angeführt. Unfälle passieren gehäuft am Beginn der Woche und bei Schichtende. Der volkswirtschaftliche Schaden durch Unfälle am Bau wird für ganz Österreich mit 1,7 Milliarden Euro beziffert.










