Seltene Tierkrankheit bei Kühen auf Vorarlberger Alpe ausgebrochen
Bereits 14 Tiere mussten wegen dieser ansteckenden Euterentzündung getötet werden. Es besteht keine Gefahr für den Menschen.

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Auf einer Alpe im hinteren Bregenzerwald ist eine
seltene Tierkrankheit ausgebrochen. Es handle sich um eine
ansteckende Euterentzündung bei Kühen, bestätigte der Norbert Greber,
stellvertretender Vorarlberger Landesveterinär, einen Bericht von ORF
Radio Vorarlberg. Insgesamt 14 der Tiere, die sich ursprünglich auf
der Alpe befanden, mussten laut Greber bereits getötet werden. Wie
viele der nunmehr 92 Kühe sich infizierten, steht noch nicht fest.
Aufschluss soll eine für Anfang der Woche erwartete Auswertung von
Gewebeproben geben. Gefahr für den Menschen bestehe nicht, so Greber.
Erreger.
Bei dem Erreger, Mykoplasma bovis, handelt es sich laut Greber um
kleine Bakterien. Ihr Auftreten in Vorarlberg ist erst der zweite
Fall in Österreich. Da diese Erreger über keine Zellwand verfügten,
sei eine Therapie mit Antibiotika kaum wirksam, so Greber. Die
Bakterien bedrohten zwar nicht das Leben der Kühe, bewirkten aber,
dass sie als Milchkühe nicht mehr nutzbar seien. Daher und weil die
betroffenen Kühe ein Ansteckungsrisiko für den Restbestand
darstellten, empfehle man seitens des Landes, die infizierten Kühe zu
töten. Elf Kühe wurden am Donnerstag getötet, drei weitere bereits in
den vergangenen Tagen. Laut Greber ist es nicht möglich, eine
Zwangstötung anzuordnen, da es sich nicht um eine Tierseuche handelt.
Entschädigung.
Dennoch müsse man aus den genannten Grünen "relativ heftig
durchgreifen", betonte Greber. Für die betroffenen Landwirte werde es
eine Entschädigung aus dem Tiergesundheitsfonds geben, erklärte der
Veterinär. Ihnen werde empfohlen, die Kühe auf der Alpe zu lassen, um
durch Isolation erkrankter Tiere eine weitere Verbreitung zu
verhindern. Wie die Mykoplasmen auf die Alpe kommen konnten, sei im
Nachhinein schwer nachzuvollziehen. Wahrscheinlich sei eine Kuh ein
latenter Träger gewesen. Durch Stressbelastung auf der Alpe könnte
die Krankheit akut geworden sein, so könnten weitere Kühe angesteckt
worden sein, vermutete Greber.
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Fakten
Innerhalb eines Betriebes wird M. bovis über die Luft, die Milch mastitiskranker Kühe und über infizierte Samen übertragen. Häufig stehen Lungenentzün-
dungen bei Kälbern in einem zeitlichen Zusammenhang mit Euterentzündungen durch M. bovis.
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Das Auftreten von Mykoplasma bovis in Vorarlberg ist erst der zweite Fall in Österreich.











