Bluttat in Wien-Meidling: Mann tötete Frau und sich selbst
Ein seit längerem andauernder Familienstreit hat am Montagabend in einer Wohnung in Wien-Meidling ein tödliches Ende gefunden.
Der Trennungswunsch der Frau dürfte das Motiv gewesen
sein: Ein 55-jähriger Mann hat am Montagabend in der Schönbrunner
Straße 260 in Wien-Meidling seine Frau durch mehrere Messerstiche
getötet und danach sich selbst. Die Kinder des Paares konnten sich
rechtzeitig aus der Wohnung in Sicherheit bringen, sagte ein
Ermittler der APA. Bereits früher war es in der Familie zu
Gewalttaten gekommen.
Stich ins Herz.
Die Bluttat ereignete sich kurz nach 21 Uhr in einer kleinen
Wohnung im Mezzanin des Hauses. Der 55-jährige Marinko W. trat die
Tür zu dem Appartement ein und warf seine Frau, die 40-jährige
Niculina W., auf ein Bett. Dann stürzte er in die Küche, nahm ein
sehr großes Fleischermesser an sich und versetzte seiner Frau mehrere
Stiche in den Brust- und Bauchbereich. Anschließend tötete er sich
selbst durch einen Stich ins Herz.
Kinder anwesend.
Laut Polizei befanden sich die 18-jährige Tochter der Frau aus
einer früheren Beziehung und der siebenjährige Sohn des Paares in der
Wohnung. Nachdem der Täter eingedrungen war, brachten sich die beiden
zu einem Nachbarn in Sicherheit und verständigten die Polizei. Als
die Einsatzkräfte am Tatort eintrafen, waren bereits beide tot.
Tragische Vergangenheit.
Der 55-Jährige war bereits vor rund drei Wochen aus der
gemeinsamen Wohnung weggewiesen worden. Offenbar hatte er bereits
damals gegen seine Frau Gewalt angewendet. Das genaue Motiv der Tat
war unklar. Laut dem Ermittler dürfte die 40-Jährige die Trennung
gewollt haben. Die Polizei hoffte durch Einvernahmen von Zeugen,
insbesondere aber der Kinder Klarheit bezüglich des Sachverhaltes zu
bekommen. Die beiden befanden sich in psychologischer Betreuung. Es
werde wohl noch eine Zeit dauern, bis sie klare Angaben zu dem Fall
machen könnten, vermutete der Ermittler. Die Ermittlungen übernahm
das Kriminalkommissariat Süd.











