Steirer führte Firma in Konkurs: 350.000 Euro Schaden
Gemeinsam mit zwei Niederösterreichern und einem Burgenländer soll er eine Vermögensverwaltungsfirma in Wiener Neustadt absichtlich in den Konkurs geführt haben.
Zahlungsunfähig. Wegen des Verdachts des schweren Betruges
und der betrügerischen Krida sind am Mittwoch zwei Mitarbeiter einer
Vermögensverwaltungsfirma im Bezirk Wiener Neustadt in Haft genommen
und zwei weitere angezeigt worden. Dem Quartett wird laut
Polizei angelastet, die Zahlungsunfähigkeit "geplant
herbeigeführt" und dem Unternehmen kurz vor Konkurseröffnung
"beträchtliche Vermögensbestandteile zum Nachteil der Gläubiger
entzogen zu haben".
Den Ermittlungen des Landeskriminalamtes
zufolge soll ein Schaden von 350.000 Euro entstanden sein. Im Zuge des Konkursverfahrens meldeten bis jetzt etwa 170 Gläubiger vorläufige Forderungen in der
Höhe von 6,2 Mio. Euro an.
Geldentnahme. Ein einschlägig vorbestrafter 53-Jähriger aus Mattersburg (Burgenland) soll dringend verdächtig sein, "im
bewussten und gewollten Zusammenwirken" mit einem 56-jährigen Mann aus Judenburg als Geschäftsführer sowie zwei
weiteren, "die Zahlungsunfähigkeit
der Firma geplant verursacht und dem Unternehmen kurz vor dem
eröffneten Konkurs beträchtliche Vermögensbestandteile zum Nachteil
der Gläubiger entzogen zu haben". Den Erhebungen dr Polizei zufolge dürften noch kurz vor
Konkurseröffnung hohe Beträge aus der Kassa entnommen und
mehrere Fahrzeuge aus dem Fuhrpark veräußert worden sein.
Verhaftet. Der 53- und der 56-Jährige sind außerdem verdächtig, mehrere
Professionisten unter Vorspiegelung der Zahlungsfähigkeit und
-willigkeit zur Erbringung von Werkleistungen verleitet zu haben. Das
Duo wurde in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Die
beiden anderen Männer wurden angezeigt.










