Polizist hortete 32.400 Kinderpornos
Der 43-Jährige wurde zu vier Monaten bedingt verhaftet - nicht rechtskräftig. Ob er weiter arbeiten darf, soll eine Disziplinarkommission entscheiden.

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Er hat alles bestritten, bis er nicht mehr anders konnte, denn die Fakten lagen auf dem Tisch: Die Spezialisten des Bundeskriminalamtes holten trotz der gelöschten Daten unglaubliche 32.000 kinderpornografische Darstellungen von der Festplatte des Computers. "Es macht die Sache nicht leichter, dass Sie Polizeibeamter sind, im Gegenteil", bemerkt Staatsanwalt Hansjörg Bacher in Richtung Anklagebank, "normalerweise müssten Sie solche Straftaten verfolgen." Ein 43-jähriger Ehemann sitzt dort, derzeit ist er vom Dienst suspendiert.
Reiz. "Es war ein großer Fehler, ich fühle mich schuldig", sagt er zu Richter Martin Wolf. "Wie kommen Sie auf diese Unmengen von Kinderpornos?", fragt der Richter, "ich bitte Sie, 32.400 Fotos?!" Durch Zufall hätte er das entdeckt und eigentlich wollte er dieses Material an die Spezialabteilung weitergeben. "Warum haben Sie das nicht getan?" - "Es hat irgendetwas gegeben... ein Reiz... der hat mich immer wieder dorthin geführt."
Zunder. Von "extrem widerlichen Bildern" spricht der Richter, "Kinder, Babys, gefesselt, geknebelt, vergewaltigt." - "Das schockiert mich auch." - "Mich schockiert, dass das ein Polizist macht!", lässt der Ankläger nicht locker und: "Jetzt erklären Sie mir noch Folgendes: Nur einen Tag vor der Hausdurchsuchung haben Sie die Daten gelöscht. Sagen Sie, von wem haben Sie den Zund bekommen?" - "Von niemandem." - "Wollen Sie uns für blöd verkaufen?! An diesen Zufall glaubt doch kein Mensch." Man werde weiter ermitteln, versichert der Ankläger, diesen "Verräter" in den eigenen Reihen wolle man entlarven.
6000 Euro Geldstrafe, vier Monate bedingt (nicht rechtskräftig) und eine Weisung zur Therapie. Ob er als Polizist weiter arbeiten darf, entscheidet die Disziplinarkommission.










