Sektenexperte warnt vor Schamanismus-Schalartanerie
Steiermark als Sekten-Mekka: Mini-Gruppierungen derzeit äußerst populär.

Foto © ReutersImmer mehr Menschen in der Steiermark schwören auf Eso
Anstieg. Dubiose Geschäfte mit der Gesundheit sind das
Kernthema des Jahresberichtes 2007 des steirischen Sektenbeauftragen
Roman Schweidlenker. Laut dem Chef des Vereins Logo Esoinfo&Service
treten besonders das Schamanentum und das Handeln mit dem Wissen rund
um Energetik in der Steiermark stark hervor. Gab es im Vorjahr 1.500
fachspezifische Kontakte mit dem Experten, so rechnet dieser heuer
mit einem leichten Anstieg. Dennoch: "Sensationen gibt es
glücklicherweise keine", hieß es bei der am Donnerstag präsentierten
Bilanz.
Scharlatanerie. "Die Gesundheitslandschaft hat sich stark verändert, es zieht
immer mehr Menschen hin zur Alternativmedizin. Die Steiermark ist in
diesem Bestreben führend", erklärte Schweidlenka. So wurde im
weststeirischen Voitsberg eine Akademie für neues Bewusstsein und
Gesundheitswesen sowie ein Zentrum, das sich mit Energetik
beschäftigt, geschaffen. Schweidlenka sieht in der Steiermark "die
Hochburg des Neo-Schamanismus". Diese Erscheinungsform habe nichts
mit dem Schamanentum der Naturvölker zu tun, sondern habe sich laut
Sektenexperten neu entwickelt: "Es ist eine ziemliche Scharlatanerie.
Es wird in Beziehungen hineingepfuscht, die Mitglieder werden von
ihrer Umwelt systematisch isoliert."
Problematisch sieht der Logo-Vereinschef auch die
"Geschäftemacherei rund um Wochenendkurse, bei denen sich Damen und
Herren nach zwei bis drei Kursen als ausgebildete Schamanen
bezeichnen". Wobei er aber einwendet, "dass auch das Wifi
Oberösterreich schon eine Ausbildung für Energetiker anbietet".











