Hitler liebte auch Musik von jüdischen Künstlern
Teile der Schallplattensammlung aus dem Führerhauptquartier sind in Moskau aufgetaucht. Einige Überraschungen finden sich darunter.
Nazi-Diktator Adolf Hitler hörte nicht nur
Richard Wagner, sondern auch jüdische Interpreten und russische
Musik. Das zeigt nach Angaben des deutschen Nachrichtenmagazins "Der
Spiegel" eine Sammlung von Schellack-Scheiben, die der
Sowjet-Offizier Lew Besymenski im Mai 1945 aus dem Berliner
Führerhauptquartier mit in seine Heimat nahm. Jetzt wurden die
Platten unweit von Moskau wiederentdeckt.
Musik, die große Leidenschaft.
Hitlers Leidenschaft war, neben Malerei und Architektur, auch die
Musik. Um Beethoven oder Wagner zu hören, Liszt oder Brahms, hatte er
in seiner Wiener Zeit häufig die Oper besucht. Für ihn schien allein
deutsche Musik zu zählen. In Besymenskis Sammlung aber befinden sich
verblüffenderweise Werke von Komponisten, deren Völker die Nazis zu
den "Untermenschen" zählten, darunter russische Komponisten wie Peter
Tschaikowsky, Alexander Borodin und Sergej Rachmaninow. Ein anderes
Album enthält ausschließlich Tschaikowsky-Werke mit dem Stargeiger
Bronislaw Huberman, einem polnischen Juden, als Solisten.
Überraschte Experten.
Besymenski, selbst Jude, hat sich gewundert, wie viele berühmte
russische Namen er auf den Bunker-Schallplatten entdeckte. "Es waren
Aufzeichnungen klassischer Musik, aufgeführt von den besten
Orchestern Europas und Deutschlands mit den besten Solisten jener
Zeit ... Es hat mich überrascht, dass auch russische Musik dabei
war", schrieb der Historiker, als er sich vor drei Jahren auf Drängen
seiner Tochter an den Schreibtisch setzte, um für die Nachwelt
handschriftlich festzuhalten, wie er an die Sammlung kam.
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Über den Fund der Hitler'schen Plattensammlung berichteten unter anderem auch israelische Medien und die spanische Zeitung "El Mundo".
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Die Plattensammlung, die sich vermutlich in den Luftschutzräumen unterhalb der Neuen Reichskanzlei befand, weist als Interpreten auch den österreichischen Juden Artur Schnabel aus.










