Brutale Gewaltvideos auf Schülerhandys sichergestellt
Vergewaltigungsszenen, Sex mit Tieren, Hinrichtungen, so die schockierende Ausbeute auf sieben Schülerhandys. Schüler und Schülerinnen flogen durch Fall von "Happy Slapping" auf.

Foto © APA/FeatureHandy: Kommunikationsmittel mit positiven und negativen Seiten
Authentische Videoaufnahmen von Vergewaltigungen, Sex
mit Tieren und Hinrichtungen sowie Nazisymbole und -lieder sind auf
Schülerhandys im Bezirk Vöcklabruck sichergestellt worden.
Bezirkshauptmann Peter Salinger bestätigte am Dienstag der Austria Presse Agentur einen Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten". Er
erklärte gleichzeitig, dass es nicht darum gehe, zu bestrafen,
sondern Problembewusstsein zu schaffen.
"Happy Slapping".
Die sieben Schülerinnen und Schüler im Alter von 13 und 14 Jahren
flogen durch einen Fall von sogenanntem Happy Slapping (Fröhliches
Schlagen) auf: Die Mutter eines verprügelten und dabei mit einem
Handy gefilmten Mädchens hatte sich an die Polizei gewandt. Die
Beamten konfiszierten Mobiltelefone und entdeckten weitere Videos.
Die Bezirkshauptmannschaft eröffnete ein Verfahren gegen die
Jugendlichen und ihre Eltern.
Appell an die Eltern.
Salinger appelliert an die Erwachsenen, genauer zu beobachten, was
ihre Kinder besitzen. In Einzelfällen seien auch Elektroschockgeräte,
Softguns und Schlagringe in Schultaschen sichergestellt worden. "Wenn
Gewalt selbstverständlich wird, ist es nur ein kleiner Schritt, bis
ein Jugendlicher selbst handgreiflich wird", betonte der
Bezirkshauptmann.
Features
Happy Slapping
Der "Trend" kommt aus Groß-
britannien und Deutschland und hat seinen Ursprung in Schulen. Gewalttätige
Jugendliche verprügeln Schwächere, filmen das Ganze mit dem Handy und
verschicken die Bilder an Freunde oder stellen sie ins Internet.
Mittlerweile haben sich die Jugend-
banden andere Opfer gesucht.










