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Zuletzt aktualisiert: 04.08.2007 um 05:52 Uhr

Verzweifelte Hilfsbemühungen für 20 Millionen Flutopfer

Mehr als tausend Tote in Indien, drei Millionen Kinder benötigen Hilfe.

20 Millionen Flutopfer in Asien

Foto © APA20 Millionen Flutopfer in Asien

Nach den verheerenden Monsunregen in Südasien haben Rettungskräfte sich am Freitag verzweifelt um Hilfe für die Flutopfer bemüht. Allein in Indien, Bangladesch und Nepal seien von "den schwersten Fluten seit Menschengedenken" 20 Millionen Menschen betroffen, erklärte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Unicef). In Indien kamen offiziellen Angaben zufolge mehr als 1.000 Menschen bei den Monsunregen ums Leben, die jedes Jahr im Juni beginnen und bis September andauern. In China kamen nach dreitägigen Wolkenbrüchen rund 80 Menschen durch Sturzfluten ums Leben. Eine Springflut tötete zudem mindestens acht Chinesen.

Humanitäre Katastrophe. In Bangladesch und Indien waren Millionen von Menschen in überfluteten Dörfern von der Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln abgeschnitten, wie die Behörden mitteilten. Im Norden Bangladeschs standen wegen der Schneeschmelze und der seit Tagen andauernden Niederschläge zahlreiche Bezirke teilweise unter Wasser. In Nepal war fast die Hälfte der Bezirke von den Fluten betroffen. "Das bloße Ausmaß der Fluten und die gewaltige Zahl der betroffenen Menschen stellen eine nie da gewesene Herausforderung für die dringend benötigte humanitäre Hilfe dar", erklärte UNICEF.

Drei Millionen Kinder. Tausende Helfer der Armee und von zivilen Organisationen wurden nach Regierungsangaben in Bangladesch mobilisiert, um Hilfsgüter an die Flutopfer zu verteilen. Das Welternährungsprogramm begann in Nepal mit der Versorgung von insgesamt etwa 200.000 Hilfsbedürftigen. UNICEF stellte 100.000 Euro für Soforthilfe in Indien bereit und rief zu Spenden für die mehr als drei Millionen Kinder auf.

Starker Regen. In Bangladesch begannen die Pegelstände in den Flüssen Jamuna und Padma, die unter den Namen Brahmaputra und Ganges auch durch Indien fließen, den Angaben zufolge am Freitag zu fallen. Meteorologen hofften auf eine leichte Entspannung der Lage. Im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh allerdings war nach den Worten eines Behördensprechers "in den kommenden 24 Stunden starker bis sehr starker Regen" zu erwarten. Im tief liegenden Bangladesch mit seinen 230 Flüssen gibt es regelmäßig Überschwemmungen, mindestens ein Fünftel des Landes werden alljährlich überflutet. In diesem Jahr ist die Lage wegen der ungewöhnlich heftigen Monsunregen allerdings besonders schlimm.


Fakten

Indien liegt in Südasien, das den größten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Der Himalaya bildet die natürliche Nordgrenze Indiens, im Süden umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet.

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Foto © APA

Indien versinkt im WasserFoto © APA

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