Verzweifelte Hilfsbemühungen für 20 Millionen Flutopfer
Mehr als tausend Tote in Indien, drei Millionen Kinder benötigen Hilfe.

Foto © APA20 Millionen Flutopfer in Asien
Nach den verheerenden Monsunregen in
Südasien haben Rettungskräfte sich am Freitag verzweifelt um Hilfe
für die Flutopfer bemüht. Allein in Indien, Bangladesch und Nepal
seien von "den schwersten Fluten seit Menschengedenken" 20 Millionen
Menschen betroffen, erklärte das Kinderhilfswerk der Vereinten
Nationen (Unicef). In Indien kamen offiziellen Angaben zufolge mehr
als 1.000 Menschen bei den Monsunregen ums Leben, die jedes Jahr im
Juni beginnen und bis September andauern. In China kamen nach
dreitägigen Wolkenbrüchen rund 80 Menschen durch Sturzfluten ums
Leben. Eine Springflut tötete zudem mindestens acht Chinesen.
Humanitäre Katastrophe.
In Bangladesch und Indien waren Millionen von Menschen in
überfluteten Dörfern von der Versorgung mit Trinkwasser und
Nahrungsmitteln abgeschnitten, wie die Behörden mitteilten. Im Norden
Bangladeschs standen wegen der Schneeschmelze und der seit Tagen
andauernden Niederschläge zahlreiche Bezirke teilweise unter Wasser.
In Nepal war fast die Hälfte der Bezirke von den Fluten betroffen.
"Das bloße Ausmaß der Fluten und die gewaltige Zahl der betroffenen
Menschen stellen eine nie da gewesene Herausforderung für die
dringend benötigte humanitäre Hilfe dar", erklärte UNICEF.
Drei Millionen Kinder.
Tausende Helfer der Armee und von zivilen Organisationen wurden
nach Regierungsangaben in Bangladesch mobilisiert, um Hilfsgüter an
die Flutopfer zu verteilen. Das Welternährungsprogramm begann in
Nepal mit der Versorgung von insgesamt etwa 200.000 Hilfsbedürftigen.
UNICEF stellte 100.000 Euro für Soforthilfe in Indien bereit und rief
zu Spenden für die mehr als drei Millionen Kinder auf.
Starker Regen.
In Bangladesch begannen die Pegelstände in den Flüssen Jamuna und
Padma, die unter den Namen Brahmaputra und Ganges auch durch Indien
fließen, den Angaben zufolge am Freitag zu fallen. Meteorologen
hofften auf eine leichte Entspannung der Lage. Im indischen
Bundesstaat Uttar Pradesh allerdings war nach den Worten eines
Behördensprechers "in den kommenden 24 Stunden starker bis sehr
starker Regen" zu erwarten. Im tief liegenden Bangladesch mit seinen
230 Flüssen gibt es regelmäßig Überschwemmungen, mindestens ein
Fünftel des Landes werden alljährlich überflutet. In diesem Jahr ist
die Lage wegen der ungewöhnlich heftigen Monsunregen allerdings
besonders schlimm.
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Fakten
Indien liegt in Südasien, das den größten Teil des indischen Subkontinents umfasst. Der Himalaya bildet die natürliche Nordgrenze Indiens, im Süden umschließt der Indische Ozean das Staatsgebiet.
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Indien versinkt im WasserFoto © APA











