Finanz hob bei Aktion illegalen Reitstall aus
Schwerpunktaktion der Finanzverwaltung: Bei zwei Drittel von 25 in Kärnten überprüften Reitställen gibt es Unregelmäßigkeiten.

Foto © AP/SymbolfotoBei zwei Drittel von 25 in Kärnten überprüften Reitställen gibt es Unregelmäßigkeiten
Branchenspezifische Schwerpunktaktionen der Finanzverwaltung sind nicht neu. Trotzdem holte man in Kärnten zu einer Premiere aus. Erstmals standen Reitställe im Visier der mobilen Prüfer. Fast zeitgleich schwärmen Kontrollore und Fahnder aus, um insgesamt 25 Anlagebetreiber und ihre Mitarbeiter unter die Lupe zu nehmen. Das Ergebnis: Bei 16 Betrieben wurden Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die Bandbreite reicht von Nichtabgabe der Steuererklärung bis hin zur Nichtzahlung steuerlicher Verpflichtungen.
Derzeit läuft Auswertung. Ein Reitstall wurde überhaupt als "U-Boot" enttarnt. Derzeit laufen die Auswertungen beschlagnahmter Unterlagen. In dem nirgends registrierten Betrieb soll es sogar penibel geführte buchhaltungsähnliche Aufzeichnungen gegeben haben. Den Betreibern drohen hohe Strafen. Bei Personalkontrollen stellte sich heraus, dass bei 25 geprüften Reitställen insgesamt drei Personen gearbeitet haben, die sich illegal in Österreich aufhalten.
Verstärkte Kontrollen unverzichtbar. Für Jolanda Feinig, Pressesprecherin des Regionalmanagements Süd der Steuer und Zollkoordination sind gezielte und massiv verstärkte Kontrollen der Finanzämter unverzichtbar, um Unternehmen vor unredlicher Wirtschaftsbeteiligung und entsprechenden Wettbewerbsverzerrungen zu schützen.
Unterschiedliche Formen. Bei Reitställen gibt es sowohl die Form des Gewerbebetriebes als auch Pferdepensionen, die im Rahmen pauschalierter Landwirtschaft geführt werden können oder aber von einem Verein betrieben werden.










