Vandalen in Kapfenberg: Wer zahlt den Schaden?
Die Randalierer vom Match Rapid Wien gegen Dinamo Zagreb im Juni in Kapfenberg haben Spuren hinterlassen. Ein Leobener kämpft um Schadensersatz für sein zerstörtes Moped.

Foto © GEPAAufräumarbeiten nach den Ausschreitungen in Kapfenberg
Die Überraschung war - im negativen Sinn - perfekt, als Karl Gössler nach dem Fußballmatch Rapid gegen Dinamo Zagreb und den dabei eskalierenden Ausschreitungen von Zagreb-Fans am 30. Juni sein Moped wiederfand. Es lag am Boden und war schwer beschädigt. Gössler wohnt in Leoben und war im Kapfenberger Stadion an dem Tag als Ordner beschäftigt. Auto hat er keines, er ist auf sein Kleinmotorrad angewiesen. Die Beschädigung seines Fahrzeuges hat er bei der Polizei angezeigt.
1000 Euro Schaden. "Ich habe jetzt schon einmal 300 Euro für den gebrochenen Lenker bezahlt", sagt Gössler. Mit weiteren Reparaturkosten komme er auf 500 Euro. "All das musste ich machen lassen, damit ich fahren kann." Lackschäden an den Seitenteilen wären auch noch zu richten, aber die hat der Leobner nicht reparieren lassen. "Ich brauche das nicht, um fahren zu können." Außerdem würde das dann alles in allem 1000 Euro ausmachen. "Und woher soll ich die nehmen?"
Geduld. Auch Anrainer rund ums Stadion kamen an diesem Abend durch die Randalierer zum "Handkuss", unter anderem gingen Zäune kaputt. Gössler wie auch andere Betroffene werden sich noch in Geduld über müssen, denn so einfach ist die Sache nicht. "Wir schauen, wo wir uns schadlos halten können", sagt Helmut Pekler, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Kapfenberg, die ja Veranstalter war. Üblicherweise hält man sich am Verursacher schadlos, der ist aber in diesem Fall nicht greifbar. Bei den Anrainern habe man Reparaturen über den Wirtschaftshof gemacht. "Das haben wir also auf unserer Kappe genommen."
Suche nach einer Lösung.
Was die anderen Schäden betrifft, so überprüft der Gemeinde Kapfenberg gerade, in welchem Ausmaß geholfen werden kann, um alle Schadensfälle zu regulieren, die angezeigt wurden. "Wir bemühen uns, können aber noch nichts Konkretes sagen." Für Karl Gössler heißt es weiter warten. "Ich hoffe, dass es bald eine Lösung gibt, weil das kann ja so nicht sein", ist er überzeugt.














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