700 UNO-Soldaten wegen Sex-Vorwürfen suspendiert
700 marokkanischen Soldaten sollen über Jahre hinweg Minderjährige der Elfenbeinküste sexuell missbraucht haben. Unter den Opfern befinden sich sogar erst 13-Jährige Mädchen.

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Marokkanische Soldaten sollen Minderjährige sexuell missbraucht haben
Die Vereinten Nationen haben ihre etwa
700 marokkanischen Soldaten in der westafrikanischen Cote d'Ivoire
(Elfenbeinküste) wegen des Vorwurfs sexuellen Missbrauchs von
Minderjährigen vom Dienst suspendiert. Die Vorwürfe erstreckten sich
über drei Jahre, sagten UNO-Mitarbeiter am Samstag. Demnach hätten
die Angehörigen der Blauhelm-Truppen in dem westafrikanischen Land
sogar 13-Jährige missbraucht. Die Mädchen sollen von Einheit zu
Einheit weitergereicht worden seien und mehrere uneheliche Kinder
geboren haben.
UNO ermittelt.
Die Vereinten Nationen würden nun gegen die Soldaten ermitteln.
"Diejenigen, die für schuldig befunden werden, werden nach Hause
geschickt", erklärte ein Sprecher der Organisation. Die marokkanische
UNO-Mission äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.
Sexuelle Vergehen nehmen zu.
In den vergangenen Jahren haben mit der Ausweitung von
UNO-Friedenseinsätzen die Berichte über sexuelle Vergehen der
Soldaten in afrikanischen Ländern zugenommen. Davon waren auch
marokkanische Militärs in der Demokratischen Republik Kongo
betroffen. Vor zwei Jahren ließ die Regierung in Rabat deshalb sechs
Soldaten festnehmen. Nach den Skandalen hatten die Vereinten Nationen
eine "Null-Toleranz-Politik" angekündigt.
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Der UNO-Einsatz in der Elfenbeinküste umfasst insgesamt 9000 Soldaten. Die Truppe soll die zwischen Präsident Laurent Gbagbo und Rebellenführer Guillaume Soro erzielte Friedensvereinbarung überwachen.











