Kripo sucht nach 20 verschwundenen Bären
Seit der WWF sein Bärenprogramm in Österreich gestartet hat, sind 20 Tiere verschwunden. Jetzt ermittelt das Bundeskriminalamt.

Foto © ReutersWo sind die 20 Braunbären?
Das Verschwinden von Braunbären in den nördlichen
Kalkalpen beschäftigt nun das Bundeskriminalamt (BKA). Seit Beginn
eines Wiederansiedlungsprojektes 1989 fehlt von 20 Tieren jede Spur.
Experten des WWF halten eine Abwanderung für unwahrscheinlich. Sie
vermuten illegale Abschüsse oder eine unbekannte natürliche
Todesursache. Die Naturschützer schlagen Alarm: Nur noch vier Bären
seien übrig.
Bärenbestand dem Untergang geweiht.
"Der Bärenbestand in Österreich ist unausweichlich dem Untergang
geweiht, wenn nichts geschieht", warnt Christoph Walder, Leiter des
WWF-Bärenprojektes. Derzeit gebe es nur noch vier Tiere in Ober- und
Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark, darunter auch "Elsa",
das letzte Weibchen. "Verschwindet auch sie, ist die Population
endgültig zum Aussterben verurteilt."
Wiederansiedelugsprojekt.
Seitdem der WWF vor 18 Jahren mit insgesamt vier Bären ein
Wiederansiedlungsprojekt gestartet hat, wurden mehr als 30 Junge
geboren. Neben natürlichen Abgängen, zwei behördlich genehmigten
Abschüssen sowie Unfällen ist aber das Verschwinden von mehr als 20
Bären bis heute ungeklärt. Der Bärenschwund betreffe vor allem junge
Tiere, die rund ein Jahr alt sind, so Experten.
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Fakten
Um den Bären-Krimi zu lösen, wurde eine Allianz aus BKA, WWF, Forschungsinstitut für Wildtierkunde und niederösterreichischem Jagdverband gebildet. Die Tiere sollen besser erforscht und mit Sendern ausgestattet werden, außerdem ist eine Informationsoffensive geplant.
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Süßes Braunbär-BabyFoto © APA
Fakten
Die Allianz betrifft das bestehende Bären-Management ebenso wie die Aufklärung über die strafrechtlichen Folgen illegaler Abschüsse von Braunbären - der Strafrahmen beträgt laut WWF bis zu drei Jahre Haft. Das BKA ersucht die Bevölkerung in ganz Österreich um zweckdienliche Hinweise.










