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    Zuletzt aktualisiert: 20.07.2007 um 08:16 Uhr

    Kripo sucht nach 20 verschwundenen Bären

    Seit der WWF sein Bärenprogramm in Österreich gestartet hat, sind 20 Tiere verschwunden. Jetzt ermittelt das Bundeskriminalamt.

    Wo sind die 20 Braunbären?

    Foto © ReutersWo sind die 20 Braunbären?

    Das Verschwinden von Braunbären in den nördlichen Kalkalpen beschäftigt nun das Bundeskriminalamt (BKA). Seit Beginn eines Wiederansiedlungsprojektes 1989 fehlt von 20 Tieren jede Spur. Experten des WWF halten eine Abwanderung für unwahrscheinlich. Sie vermuten illegale Abschüsse oder eine unbekannte natürliche Todesursache. Die Naturschützer schlagen Alarm: Nur noch vier Bären seien übrig.

    Bärenbestand dem Untergang geweiht. "Der Bärenbestand in Österreich ist unausweichlich dem Untergang geweiht, wenn nichts geschieht", warnt Christoph Walder, Leiter des WWF-Bärenprojektes. Derzeit gebe es nur noch vier Tiere in Ober- und Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark, darunter auch "Elsa", das letzte Weibchen. "Verschwindet auch sie, ist die Population endgültig zum Aussterben verurteilt."

    Wiederansiedelugsprojekt. Seitdem der WWF vor 18 Jahren mit insgesamt vier Bären ein Wiederansiedlungsprojekt gestartet hat, wurden mehr als 30 Junge geboren. Neben natürlichen Abgängen, zwei behördlich genehmigten Abschüssen sowie Unfällen ist aber das Verschwinden von mehr als 20 Bären bis heute ungeklärt. Der Bärenschwund betreffe vor allem junge Tiere, die rund ein Jahr alt sind, so Experten.


    Fakten

    Um den Bären-Krimi zu lösen, wurde eine Allianz aus BKA, WWF, Forschungsinstitut für Wildtierkunde und niederösterreichischem Jagdverband gebildet. Die Tiere sollen besser erforscht und mit Sendern ausgestattet werden, außerdem ist eine Informationsoffensive geplant.

    Foto

    Foto © APA

    Süßes Braunbär-BabyFoto © APA

    Fakten

    Die Allianz betrifft das bestehende Bären-Management ebenso wie die Aufklärung über die strafrechtlichen Folgen illegaler Abschüsse von Braunbären - der Strafrahmen beträgt laut WWF bis zu drei Jahre Haft. Das BKA ersucht die Bevölkerung in ganz Österreich um zweckdienliche Hinweise.

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