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Zuletzt aktualisiert: 17.07.2007 um 16:16 Uhr

Mirko Kovats kommt wegen betrügerischer Krida vor Gericht

Staatsanwaltschaft verdächtigt Industriellen, "geschummelt" und damit Gläubiger geschädigt zu haben. Es drohen bis zu 10 Jahren Haft.

Marko Kovats

Foto © APAMarko Kovats

Konfrontationen mit Geschäftspartnern, Eigentümern von Akquisitionszielen, Managern gerade erworbener Firmen, Bankern oder Medien hat der österreichische Industrielle Mirko Kovats (Jahrgang 1948) nie in seinem Leben gescheut. Nun endet ein mehr als ein Jahrzehnt alter Streit um eine seiner zahlreichen ehemaligen Firmen vor dem Kadi. Und er hat sich dabei mit einem Krida-Vorwurf herumzuschlagen. Was Kovats selbst freilich heftig bestreitet.

Fakten

Mirko Kovats wurde am 3. August 1948 geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne, darüber hinaus ist kaum etwas über sein Privatleben bekannt.

"Tänzer der Old Economy" - so nannte ein Magazin den Investor Mirko Kovats, der seit Ende der Neunzigerjahre die österreichische, ab 2004 die Schweizer und nun auch die deutsche Industrieszene mit Überraschungen versorgt. Der unberechenbare Industrielle, in den Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts noch Osthändler in Anlagen und Maschinen, ist heute Mehrheitsaktionär und Vorstandschef des börsenotierten Mischkonzerns A-Tec. Als "der Unfassbare" wurde er gerade Anfang dieser Woche in einer großen deutschen Zeitung bezeichnet, zumal er in Europa als einer der Fädenzieher in einem veritablen "Kupferkrieg" gilt, sich dabei aber nicht in die Karten schauen lassen will.

Großaktionär. Kovats ist über A-Tec seit wenigen Wochen Großaktionär bei der Norddeutschen Affinerie (NA) und hält nun auch beim belgischen Kupferunternehmen Cumerio, das die NA übernehmen möchte, 20 Prozent. Kovats Kupfer-Strategie, die ihn nach Rechnung der Financial Times Deutschland schon mehr als 300 Mio. Euro gekostet haben dürfte, gibt Beobachtern Rätsel auf.
Nichts geworden ist aus seinem - beinahe fertig ausgedealten - Plan, im Jahr 2005 die Bank Burgenland zu übernehmen. Erfolgreicher war er in seinem forschen Vorhaben, gemeinsam mit seinen langjährigen Partnern traditionelle Schweizer Industriekonzerne (Unaxis/Oerlikon) aufzumischen.

Erfolgs-Story. Begonnen hat die Geschichte seiner mittlerweile nicht mehr so kleinen Industriegruppe 1997, als Kovats die Hälfte des Salzburger Maschinenbauers Emco übernahm. Ende 2001 kaufte Kovats zusammen mit seinem Parter Christian Schmidt den steirischen Elektromotorenhersteller Austria Antriebstechnik ATB, der Kernstück der heutigen Motoren-Division in der A-Tec ist. 2002 kam der steirische Kesselbauer AE&E dazu. 2004, rechtzeitig vor dem Beginn des Kupfer-Booms, schlug Kovats bei den Tiroler Montanwerken in Brixlegg zu, die mittlerweile zur Cash-cow seines Konzerns geworden sind - und die auch eine Rolle in den gegenwärtigen Plänen in der europäischen Kupferindustrie spielen soll. A-Tec ist seit Dezember 2006 an der Wiener Börse gelistet und hat seither etwa 80 Prozent an Wert gewonnen.


Fakten

Besonderes AufsehenVA-Technologie-Industriekonzern und im Jahr 2004 mit dem gewinnbringenden, aber umstrittenen Weiterverkauf dieser Anteile an die Siemens AG.

Foto

Foto © APA

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Fakten

Den Gewinn aus diesen Geschäften verwendete er dazu, um beim Schweizer Unternehmen Unaxis als Großaktionär einzusteigen.

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