Mirko Kovats kommt wegen betrügerischer Krida vor Gericht
Staatsanwaltschaft verdächtigt Industriellen, "geschummelt" und damit Gläubiger geschädigt zu haben. Es drohen bis zu 10 Jahren Haft.

Foto © APAMarko Kovats
Konfrontationen mit Geschäftspartnern, Eigentümern von Akquisitionszielen, Managern gerade erworbener Firmen, Bankern oder Medien hat der österreichische Industrielle Mirko Kovats (Jahrgang 1948) nie in seinem Leben gescheut. Nun endet ein mehr als ein Jahrzehnt alter Streit um eine seiner zahlreichen ehemaligen Firmen vor dem Kadi. Und er hat sich dabei mit einem Krida-Vorwurf herumzuschlagen. Was Kovats selbst freilich heftig bestreitet.
Fakten
Mirko Kovats wurde am 3. August 1948 geboren. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne, darüber hinaus ist kaum etwas über sein Privatleben bekannt.
"Tänzer der Old Economy" - so nannte ein Magazin den Investor
Mirko Kovats, der seit Ende der Neunzigerjahre die österreichische,
ab 2004 die Schweizer und nun auch die deutsche Industrieszene mit
Überraschungen versorgt. Der unberechenbare Industrielle, in den
Achtzigerjahren des vergangenen Jahrhunderts noch Osthändler in
Anlagen und Maschinen, ist heute Mehrheitsaktionär und Vorstandschef
des börsenotierten Mischkonzerns A-Tec. Als "der Unfassbare" wurde er
gerade Anfang dieser Woche in einer großen deutschen Zeitung
bezeichnet, zumal er in Europa als einer der Fädenzieher in einem
veritablen "Kupferkrieg" gilt, sich dabei aber nicht in die Karten
schauen lassen will.
Großaktionär.
Kovats ist über A-Tec seit wenigen Wochen Großaktionär bei der
Norddeutschen Affinerie (NA) und hält nun auch beim belgischen
Kupferunternehmen Cumerio, das die NA übernehmen möchte, 20 Prozent.
Kovats Kupfer-Strategie, die ihn nach Rechnung der Financial Times
Deutschland schon mehr als 300 Mio. Euro gekostet haben dürfte, gibt
Beobachtern Rätsel auf.
Nichts geworden ist aus seinem - beinahe fertig ausgedealten -
Plan, im Jahr 2005 die Bank Burgenland zu übernehmen. Erfolgreicher
war er in seinem forschen Vorhaben, gemeinsam mit seinen langjährigen
Partnern traditionelle Schweizer Industriekonzerne (Unaxis/Oerlikon)
aufzumischen.
Erfolgs-Story.
Begonnen hat die Geschichte seiner mittlerweile nicht mehr so
kleinen Industriegruppe 1997, als Kovats die Hälfte des Salzburger
Maschinenbauers Emco übernahm. Ende 2001 kaufte Kovats zusammen mit
seinem Parter Christian Schmidt den steirischen
Elektromotorenhersteller Austria Antriebstechnik ATB, der Kernstück
der heutigen Motoren-Division in der A-Tec ist. 2002 kam der
steirische Kesselbauer AE&E dazu. 2004, rechtzeitig vor dem Beginn
des Kupfer-Booms, schlug Kovats bei den Tiroler Montanwerken in
Brixlegg zu, die mittlerweile zur Cash-cow seines Konzerns geworden
sind - und die auch eine Rolle in den gegenwärtigen Plänen in der
europäischen Kupferindustrie spielen soll. A-Tec ist seit Dezember
2006 an der Wiener Börse gelistet und hat seither etwa 80 Prozent an
Wert gewonnen.
Features
Fakten
Besonderes AufsehenVA-Technologie-Industriekonzern und im Jahr 2004 mit dem gewinnbringenden, aber umstrittenen Weiterverkauf dieser Anteile an die Siemens AG.
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Fakten
Den Gewinn aus diesen Geschäften verwendete er dazu, um beim Schweizer Unternehmen Unaxis als Großaktionär einzusteigen.











