Opfer wurde zum Täter: Stiefkinder misshandelt
Bub und Mädchen mit Rute oder Schlüsselbund malträtiert. Neun Monate Haft für 51-jährigen Arbeiter.

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Es stammt aus einer Großfamilie, wurde als Kind schwer misshandelt und kam als Achtjähriger in ein Heim. Als Erwachsener wurde der Forstarbeiter - einst Opfer - selbst zum Täter. Gestern musste sich der Mann am Landesgericht Klagenfurt wegen Quälens und Vernachlässigens von Unmündigen verantworten.
Misshandlungen. Zwischen 2003 und 2006 hat der Arbeiter, der ein Geständnis ablegte, die Kinder seiner Lebensgefährtin immer wieder misshandelt. Das heute sieben Jahre alte Mädchen und der zehnjährige Bub wurden mit Faustschlägen traktiert, mit der Rute gezüchtigt, mit den Füßen getreten, mit dem Schlüsselbund geschlagen. "Man konnte sie nicht anders bändigen", erklärte der 51-Jährige, der neun Monate Haft ausfasste.
Mutter als Mitwisserin. Die Mutter hatte von den Vorfällen gewusst, blieb aber untätig. Die Sache flog auf, als sich die Kinder einer Lehrerin anvertrauten und der Direktor Anzeige erstattete. Die Kinder leben jetzt allein bei der Mutter und werden psychiatrisch betreut - um ihre Zukunft scheint es dennoch schlecht bestellt zu sein. "Sie sind so schwer traumatisiert, dass psychische Dauerfolgen befürchtet werden", sagte Richter Manfred Herrnhofer.











