Besserer Schutz für die Pilze
Gesetzes-Novelle stattet die Kärntner Bergwacht mit erweiterten Befugnissen aus: Sie darf auch Fahrzeuge und Gepäck durchsuchen.

Foto © APNun darf die Bergwacht Autos und Gepäck kontrollieren, um heimische Wälder besser vor Pilz-Dieben zu schützen
Noch effizienter als bisher kann die Kärntner Bergwacht ihre Kontrollen zum Schutz der Natur abwickeln: Mit einer Novelle zum Bergwachtgesetz hat der Landtag den Aufsichtswachkörper mit erweiterten Befugnissen ausgestattet.
Schutz der Pilze. Dies kommt - ganz aktuell - dem Schutz der Pilze zugute. Wie berichtet, ist aufgrund verschärfter Pilzsammelbestimmungen im Friaul mit einem erhöhten Ansturm italienischer Sammler in den heimischen Wäldern zu rechnen. "Wir haben der Landesregierung klar gemacht, dass - wenn wir den Pilzschutz sinnvoll durchführen wollen - , unsere Rechte erweitert gehören", erläutert der Bergwacht-Chef Johannes Leitner. "Das ist mit der Novelle - für die sich auch Naturschutzreferent Uwe Scheuch sehr stark eingesetzt hat - geschehen."
"Hatten keinen Zugriff". Neu ist, dass das Anhalterecht von Personen auf Kraftfahrzeuge erweitert wurde. "Bisher war es so, dass - sobald Schwammerlsucher ihre Beute im Auto verstaut hatten -, wir keinen Zugriff mehr hatten. Nun aber dürfen wir Fahrzeuge und ihr Inneres kontrollieren, also auch die Dörr-Stationen in den Wohnmobilen und Klein-Lkw der Profi-Sammler aus Italien", erklärt Leitner. "Weiters sind wir berechtigt, Gepäckstücke und Rucksäcke zu durchsuchen."
Zu zweit Streifendienst. Seit im Vorjahr im organisierte Pilzsammler aus Italien im Gailtal einschreitende Waldbesitzer niedergeschlagen haben, empfiehlt Leitner seinen Leuten, mindestens zu zweit Streifendienst zu machen und dabei die Bergwacht-Uniform zu tragen: "Davor haben die Italiener Respekt."










