Australier bei Stierhatz am Gesäß aufgespießt
Der morgendliche Traditions-Lauf dauerte rund zweieinhalb Minuten. Es gab fast 100 Verletzte bei der erster Stierhatz in Pamplona.

Foto © ReutersTausende Zuschauer in den engen Gassen
Bei der ersten Stierhatz der Saison in der
nordspanischen Stadt Pamplona sind am Samstag 97 Menschen verletzt
worden, einer von ihnen schwer. Ein 36 Jahre alter Australier wurde
von einem der Tiere am Gesäß aufgespießt und musste im Krankenhaus
notoperiert werden, wie die Rettungskräfte mitteilten.
Tote und Verletzte
Jedes Jahr werden bei dem Stiertreiben zahlreiche Menschen verletzt, vierzehn starben seit 1911.
2.000 Läufer.
Für fünf weitere Teilnehmer endete das lebensgefährliche Spektakel
ebenfalls im Spital. Die rund zweieinhalb Minuten lange Hatz war auch
deshalb so riskant, weil auf der Strecke wegen des Wochenendes großer
Andrang herrschte. Die rund 2.000 Läufer behinderten sich
gegenseitig, viele von ihnen stolperten und stürzten.
Zeitung gegen Stiere.
Bei dem von Tierschützern kritisierten Spektakel werden bis 14.
Juli jeden Morgen sechs Kampfstiere und sechs zahme Leitochsen durch
die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt. Waghalsige junge
Männer, die "mozos", laufen dabei vor den bis zu 600 Kilo schweren
Kolossen her. Als einzige "Waffe", um diese von sich fern zu halten,
ist eine zusammengerollte Zeitung erlaubt. Abends werden die
Kampfstiere dann in der Arena von den "Toreros" getötet.
Features
Andrang
Die Stadt im Nordosten Spaniens erwartet über eine Million Teilnehmer zu dem neuntägigen Fest zu Ehren der Heiligen Fermin.
Mut
Im Mittelpunkt steht das morgendliche "Encierro", bei dem Menschen ihren Mut beweisen, in dem sie in den engen Gassen der Altstadt vor Stieren her rennen. Die 825 Meter lange Strecke führt in die Stierkampfarena.











