Tiger biss sich Pfote ab
Ein dreibeiniger Tiger wurde auf Sumatra gesichtet, vermutlich handelt es sich um ein Fallen-Opfer.

Foto © APAEs gibt nur noch knapp vierhundert Sumatratiger
Ein Tiger mit drei Beinen ist auf der
indonesischen Insel Sumatra einer automatischen Fotokamera der
Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) vor die Linse
gelaufen. Vier von der Kamera im indonesischen Nationalpark Tesso
Nilo geschossene Fotos zeigten deutlich, dass dem Sumatratiger die
Pfote des rechten Vorderbeins fehle, berichtete der WWF Deutschland
am 4. Juli in Frankfurt am Main. Die Raubkatze war nach Vermutungen
der Umweltschützer zuvor in eine verbotene Falle geraten.
Stück Tigerbein. "Im November 2006 haben wir eine illegale Falle aufgespürt, in der
wir ein Stück Tigerbein fanden", sagte WWF-Expertin Nina
Griesshammer. "Offensichtlich hat sich dieser Tiger eine Pfote
abgebissen, um sich zu befreien." Die Verletzung sei offenbar gut
verheilt. Das Tier sei wohl genährt und wirke auf den Fotos gesund.
Illegale Fallen. "Die Fallen bereiten uns zunehmend Sorgen", sagte Griesshammer.
"Wenigstens in einem Nationalpark müssen bedrohte Tierarten eine
sichere Zuflucht haben." Es bestehe außerdem die Gefahr, dass es zu
ernsten Konflikten durch verletzte Tiere komme. "Verkrüppelte oder
kranke Tiger können nicht normal ihrer Beute nachstellen. Sie machen
sich stattdessen in Siedlungen über die leicht zu fangenden Nutztiere
her und können, wenn ihnen dabei ein Mensch in die Quere kommt,
natürlich auch für ihn gefährlich werden."
Features
Art bedroht
Weniger als 400 Sumatra-
Insel Sumatra
Der Sumatratiger kommt
aus-
nesischen Insel Sumatra vor, wo sie nach
WWF-Angaben trotz internationaler Verbote von Wilderern gejagt
werden. Zugleich werde ihr Lebensraum immer kleiner, weil der
Dschungel von Landwirt-











