Dubiose Gewinnspiele: Kein Gewinn, dafür hohe Telefonkosten
Mittäterin einer Betrügerbande wurde zu zwölf Monaten bedingter Haft verurteilt. Tausende Geschädigte bei dubiosen Telefon-Gewinnspielen.

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Die Drahtzieher sitzen in der Schweiz, die Produktion erfolgt in Deutschland, der Versand in Österreich: Über ein verschachteltes System versucht eine internationale Betrügerbande ans große Geld zu kommen. Gestern wurde eine Mittäterin, eine 56-jährige Wienerin, am Landesgericht Klagenfurt zu zwölf Monaten bedingter Haft verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
"Glückspilze". Die Frau war für dubiose Gewinnspiele mitverantwortlich. Sie verschickte an Geschädigte von Klagenfurt aus die - in Deutschland produzierte - Mitteilung, bei einem Gewinnspiel gewonnen zu haben. Binnen kurzer Frist sollten sich die "Glückspilze" über eine Mehrwertnummer über die Höhe des Gewinnes informieren. "Die Opfer sind meist ältere Herrschaften, die bei einem Tonband landeten. Die Minute kostete zwei, drei Euro", sagt Richter Manfred Herrnhofer. Statt des Gewinnes erhielten die Opfer eine hohe Telefonrechnung.
Tausende Geschädigte. Die in Klagenfurt Verurteilte war nur ein winziges Rädchen in diesem Betrugs-Skandal. "In Summe rechnen wir mit tausenden Geschädigten", so Herrnhofer. Neun Hauptangeklagten wird demnächst im deutschen Offenburg der Prozess gemacht.










