Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute
Neue Therapieformen verringern Folgeschäden bei Schlaganfall.

Foto © APA
Über 2000 Schlaganfallpatienten gibt es jährlich allein in Kärnten. Neuste Studien zeigen, dass sowohl die Todesrate als auch der Grad einer Behinderung durch modernste Therapie und gezielte Rehabilitation gesenkt werden können.
Symptome erkennen. "Besonders wichtig ist es, die Symptome rechtzeitig zu erkennen. Je früher die Patienten behandelt werden, desto geringer ist das Risiko der irreversiblen Folgeschäden", erklärt Jörg Weber, Leiter der neurologischen Abteilung des LKH Klagenfurt. ",Durch Thrombolyse kann nun ein Blutgerinnsel viel schneller und effektiver aufgelöst werden."
Eingritt. Entscheidend ist der richtige Zeitpunkt des Eingriffes. Mit Hilfe von Computertomographie und verbesserten Bildgebungsdaten lässt sich der Grad der Hirnschwellung genau bestimmen und zum idealen Zeitpunkt behandeln. Als weiterer Fortschritt lassen sich nun diese neuen Therapieformen selbst in kleineren neurologischen Abteilungen durchführen.
Optimistisch. "Der Schlaganfall muss heute kein dramatischer Schicksalschlag mehr sein", zeigt sich Weber optimistisch. "Wichtig ist nur, die Symptome zu erkennen und so früh wie möglich eine Klinik aufsuchen. Auch ein guter Wille des Patienten während der Reha ist nötig."
Bei Störungen der Blutzufuhr droht der Ausfall einzelner oder mehrerer Gehirnfunktionen. Alarmsignale können etwa plötzlich auftretende Lähmungserscheinungen, Sprach- und Gleichgewichtsstörungen sein.











