Todeskandidat erzählt doch keinen Witz
Gleich mehrere Hinrichtungen fanden diese Woche in den USA statt. Zum Lachen war dem Betroffenen, der einen Witz erzählen wollte, freilich nicht zu Mute.

Foto © APDer Liegetisch für die Todesspritze
Eigentlich wollte er Galgenhumor beweisen
und vor seiner Hinrichtung einen Witz erzählen. Entgegen dieser
Ankündigung widmete der verurteilte Doppelmörder Patrick Knight seine
letzten Worte am Dienstagabend (Ortszeit) seinen Freunden. Er
bedankte sich bei ihnen und bat um Hilfe für die unschuldig zum Tode
Verurteilten.
Hinrichtung ohne Witz. "Ich habe gesagt, ich würde einen Witz erzählen", sagte Knight.
"Der Tod hat mich freigelassen. Das ist der größte Witz. Ich verdiene
das", fügte der 39-Jährige hinzu. "Und der andere Witz ist, dass ich
nicht Patrick Bryan Knight bin und ihr diese Hinrichtung jetzt nicht
stoppen könnt. Macht weiter. Ich bin fertig." Neun Minuten später
wurde er für tot erklärt. Knight war wegen Mordes an einem
Nachbar-Ehepaar zum Tode verurteilt worden. Er starb im
Staatsgefängnis von Huntsville in Texas durch eine tödliche
Injektion.
Zahlreiche Witze per Post erhalten. Knight hatte nach einem entsprechenden Aufruf zahlreiche Witze per
Post und übers Internet erhalten. Ursprünglich wollte er aus den rund
1.300 Vorschlägen einen Witz auswählen und diesen kurz vor seinem Tod
erzählen. Mit seinem Humor wolle er die Laune seiner Mithäftlinge
verbessern, sagte er.
Todkranker hingerichtet. In Oklahoma wurde am Dienstag ein todkranker Häftling
hingerichtet. Der 49-jährige Jimmy Dale Bland hatte Krebs im
Endstadium und wäre nach Angaben seines Anwalts vermutlich ohnehin
innerhalb des nächsten halben Jahres gestorben. Auch in Georgia wurde ein Todesurteil vollstreckt. Der 63-jährige
John Hightower wurde wegen Mordes an seiner Frau und zwei
Stieftöchtern hingerichtet.











