Wetter-Kapriolen: Niederösterreicher saßen auf Helgoland fest
Meterhohe Wellen machten eine Rückkehr der Schülergruppe nach Hamburg unmöglich. Und während in Nordeuropa ein Sturmtief mit Orkanböen wütet, herrscht im Süden des Kontinents eine Hitzewelle. In Südafrika hingegen fiel Schnee.

Foto © APAItalien stöhnt unter tropischen Temperaturen
Einen Tagesausflug auf die deutsche Nordseeinsel
Helgoland hat eine niederösterreichische Schulklasse wegen eines
Sturmtiefs unfreiwillig verlängern müssen. Genauso wie 400 andere
Passagiere, die am Dienstag mit einem Schiff aus Hamburg gekommen
waren, saßen die 35 Jugendlichen auf der Insel fest, bestätigte der
Begleitlehrer des BG/BRG Schwechat, Manfred Lohr, der Austria Presse Agentur am Mittwochabend.
Meterhohe Wellen.
Die Schüler waren auf Projektwoche in Hamburg und wollten
Helgoland für einen Tag besuchen. Wegen eines Sturmtiefs und
angeblich zehn Meter hoher Wellen konnte das Schiff aber nicht mehr
Richtung Festland ablegen. Nach zwei Tagen in einem Turnsaal haben die Schüler dann am Donnerstag die Heimreise angetreten. Wie
der Direktor des BG/BRG Schwechat, Richard Dech, der Austria Presse Agentur sagte, wurden die Betroffenen am Vormittag mit einem Katamaran auf das Festland in die Stadt Cuxhaven gebracht.
Gut betreut.
Die Schüler und Lehrer sollten am Donnerstag um 19.00 Uhr nach
Österreich fliegen und in Schwechat landen, so Dech. "Zur
Zeugnisverteilung sind sie also rechtzeitig wieder da", meinte der
Direktor. Die Betroffenen hätten den Vorfall gut überstanden. Auch
die Nächte im Turnsaal seien entsprechend verlaufen. Die deutschen
Lehrer auf Helgoland hätten sich "sehr bemüht", um den
Niederösterreichern den unfreiwilligen Aufenthalt so angenehm wie
möglich zu gestalten.
Hitze und Schnee.
Indes starben in Südeuropa und der Türkei bei den
extremen Temperaturen bis zum Mittwoch mindestens 50 Menschen. Im
Norden Europas wütete dagegen ein Sturmtief mit Orkanböen und starkem
Regen. Ganz andere Probleme hatten die Menschen im auf der Südhalbkugel herrschenden Winter. Bei Temperaturen von bis zu minus neun Grad waren in den vergangenen Wochen in Südafrika bereits mehr als zwei Dutzend
Menschen ums Leben gekommen.
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Fakten
Ursache für die große Hitze im Süden Europas und auf der Balkanhalbinsel ist der trockene Sahara-Wind, der heiße Luftmassen aus Afrika bringt. Tunesien lag am Sonntag und Montag unter einer Hitzeglocke mit Temperaturen von knapp 50 Grad - das gab es zuletzt 2004. Für Dienstag sagten die Meteorologen "kühlere" Temperaturen von 35 Grad voraus.
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Schnee in SüdafrikaFoto © APA












