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    Zuletzt aktualisiert: 19.06.2007 um 22:41 Uhr

    Auf dem "Highway zum Gipfel" des Mount Everest

    Der Olympische Fackellauf für Peking 2008 führt auch auf den Mount Everest. Jetzt baut China eine Schnellstraße hinauf bis zum Basislager ...

    Hoffentlich bleibt der Fackeln in dieser Höhe nicht die Luft weg

    Foto © APAHoffentlich bleibt der Fackeln in dieser Höhe nicht die Luft weg

    Bereits im Sport der Antike schwitzten die Athleten unter dem Motto "Schneller, höher, weiter". Bis hinauf in die Jetztzeit wurden diese Begriffe stets bis aufs Menschenmögliche ausgereizt - und in Zukunft wird es nicht anders sein. Mit der Evolution entwickelt sich der Mensch stetig weiter, und so werden auch die Rekorde in nie geahnte Dimensionen vorstoßen.

    137.000 Kilometer. Das Nationale Olympische Komitee Chinas hat es sich zum Ziel gesetzt, 2008 in Peking die Spiele der Superlative zu servieren. Und greift daher auch nach Rekorden - wie der geplante vorolympische Fackellauf beweist. Dieser führt nächstes Jahr über eine 137.000 Kilometer lange Route (die längste in der Geschichte) und macht neben 20 Großstädten auf fünf Kontinenten auch erstmals einen Abstecher auf den Mount Everest. Insgesamt werden 22.000 Läufer die Fackel tragen, 90 von ihnen (Chinas beste Bergsteiger) sollen mit einer Spezialfackel das "Dach der Welt" (8850 m) erklimmen. Für diesen weltweit kritisierten Gipfelsturm startet China ab nächster Woche den Bau einer 108 Kilometer langen Schnellstraße. Diese führt bis hinauf zu dem auf chinesischer Seite des Berges liegenden Basislager auf 5200 m Höhe (Kosten: 14,7 Millionen Euro) und soll künftig von Touristen und Bergsteigern genützt werden.

    Alarmglocken. Eine Tatsache, die in der Bergsteiger-Welt die Alarmglocken schrillen lässt. Denn es steht außer Frage, dass diese Straße die Kommerzialisierung die bereits jetzt überbevölkerten und zu einer Müllhalde verkommenen "Mutter aller Berge" weiter vorantreiben wird. Bergsteiger-Legende Reinhold Messner sprach schon vor Jahren von einem "Highway zum Gipfel". Denn "die höchsten Werte der Alpinistik - einst von selbsternannten Idealisten definiert - sind übers Jahrzehnt zum Konsumartikel verkommen." Zudem scheint die Tragödie aus dem Jahr 1996, als am 10. und 11. Mai gleich neun Menschen in der Todeszone (über 8000 m) ihr Leben lassen mussten, längst vergessen.

    Für 65.000 Dollar. Scott Fischer und Rob Hall (beide waren unter den Opfern) leiteten zwei Expeditionen, die für den Preis von 65.000 Dollar versprachen, auch das allergrößte Bergsteiger-Greenhorn auf den Gipfel des Mount Everest zu bringen. Eine Verstrickung diverser Umstände (darunter ein Stau am so genannten "Hillary-Step") führten zur Katastrophe. Bis heute wurde der Mount Everest bereits für über 200 Men schen zur letzten Ruhestätte (alleine 2006 starben 15 Bergsteiger) - und auch der chinesische Fackellauf auf den Gipfel ist nicht vor dem Äußersten gefeit. Und da stellt sich natürlich die Frage, ob es das Risiko wert ist? Und wie argumentiert China, wenn die Bergsteiger samt Olympischer Flamme am Everest verunglücken?

    ALEXANDER TAGGER

    Fakten

    Der Mount Everest, auch Sagarmatha oder Chomolungma, ist mit 8.850 Metern über dem Meeresspiegel der höchste Berg der Erde. Er befindet sich im Khumbu-Himal in Nepal an der Grenze zu China (Autonomes Gebiet Tibet); der westliche und südöstliche seiner drei Gipfelgrate bilden die Grenze.

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