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    Zuletzt aktualisiert: 17.06.2007 um 05:01 Uhr

    Zeuge im Zwielicht

    Die Behauptungen eines Zeugen trugen wesentlich zur Verurteilung eines Gendarmen bei. Jetzt steht der Mann selbst im Fadenkreuz der Justiz: Verdacht der falschen Beweisaussage.

    Die Akten werden wieder geöffnet

    Foto © APDie Akten werden wieder geöffnet

    Wegen Verdachtes jahrelanger schwerer Misshandlungen und Vergewaltigungen seiner Lebensgefährtin, im Dienst verhaftet, angeklagt, von den Geschworenen vom Vergewaltigungsvorwurf freigesprochen, wegen Körperverletzung verurteilt, Job verloren und Existenz zerstört. Doch jetzt, drei Jahre nach dem Prozess, steht ein wichtiger Zeuge im Fadenkreuz der Justiz - und dieser Ex-Gendarm hofft, dass sein Verfahren noch einmal neu aufgerollt wird.

    Widersprüche. "Ich bin unschuldig, ich habe niemanden etwas getan - auch meiner Ex-Freundin nicht", beteuert der ehemalige Beamte und macht auf Widersprüche im Schwurgerichtsverfahren aufmerksam. 20 Jahre lang soll er seine Lebensgefährtin mit seiner Dienst- oder Privatwaffe bedroht und dann immer wieder vergewaltigt haben. "Die Jahre unserer Beziehung hochgerechnet, wären das rund 1800 Vergewaltigungen gewesen", erinnert sich der Betroffene.

    Körperverletzung. Aber das glaubten selbst die Geschworenen nicht. Sie sprachen den Angeklagten vom Vergewaltigungsvorwurf frei, verurteilten ihn aber wegen Körperverletzung. Dafür saß er 13 Monate im Gefängnis und wurde aus dem Gendarmeriedienst entlassen.

    Verhältnis. Jener Angestellte aus dem Bezirk Graz-Umgebung, gegen den nun ein Verfahren wegen Verdachtes der falschen Zeugenaussage anhängig ist, soll die "treibende Kraft" für die Strafanzeige gegen den Beamten gewesen sein. Der Gendarm hatte nämlich Monate vor seiner Verhaftung ein kurzes Verhältnis mit der Frau des späteren Zeugen. Auffällig ist auch, dass dieser Belastungszeuge und das Opfer, also die Ex-Lebensgefährtin des Gendarmen, intensiven Kontakt hatten, wie aus den Gerichtsunterlagen hervorgeht. Nach der Verhaftung sollen diese Kontakte aber abrupt beendet worden sein.

    Existenz. Der Ex-Gendarm ist überzeugt, dass sich der gekränkte Ehemann an ihm rächen wollte und sich deshalb mit seiner Ex-Lebensgefährtin zusammengetan hat. "Die Strafanzeige war ein Racheakt beider. Da war nicht nur das kurze Verhältnis mit der Frau des Zeugen, ich hatte mich Monate vorher auch von meiner Lebensgefährtin getrennt." Und: Der Kontrahent hatte mehrmals angekündigt, er werde die Existenz des Gendarmen zerstören. Das geht aus den Unterlagen hervor.

    Aufklärung. Trotzdem weist der ehemalige Zeuge diese Vorwürfe energisch zurück. Er betont auch, von einem Verfahren gegen ihn nichts zu wissen. STA-Pressesprecher Walter Plöbst bestätigt jedoch, dass über Auftrag der Oberstaatsanwaltschaft wegen Verdachtes der falschen Beweisaussage vor Gericht Untersuchungen laufen. Gerald Ruhri, im Schwurgerichtsverfahren Anwalt des Angeklagten, ist über das Vorgehen der Staatsanwaltschaft erleichtert: "Es gibt so viele Ungereimtheiten, die aufklärungsbedürftig sind."

    HANS BREITEGGER

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