Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Mai 2013 18:40 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Tonnenweise falsche Euro-Münzen aus China Anti-Baby-Pillen ohne Wirkung: Klagenflut in Kanada Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Chronik Nächster Artikel Tonnenweise falsche Euro-Münzen aus China Anti-Baby-Pillen ohne Wirkung: Klagenflut in Kanada
Zuletzt aktualisiert: 10.06.2007 um 14:03 Uhr

Neuer Google-Dienst späht ins Wohnzimmer

Mitarbeiter von "Street View" schießen von überall, wo sie unterwegs sind, Bilder. Die hochmoderne Kamera klemmt auf einem Autodach, die Scheiben sind dunkel getönt. Ihre elf Linsen blicken nach überall, im 360-Grad-Modus.

Foto © APA

Wenn der Wagen durch die Straßen fährt, fotografiert sie permanent - alles, was ihr vor die Optik kommt: Frauen ohne Bikini oder Männer vor Strip-Lokalen zum Beispiel. Die Bilder kommen ins Netz. Um Erlaubnis wurde nie gefragt.

"Street View". Was klingt wie eine "Big Brother"-Welt in ferner Zukunft, ist schon Wirklichkeit - beim Suchmaschinenspezialisten Google. Mitarbeiter schießen Bilder für den neuen Dienst "Street View", den es seit Ende Mai 2007 in den USA gibt. Bot Google bisher Straßenkarten und Satellitenfotos, lässt das neue Angebot Nutzer virtuell durch die Straßen streifen, um sich etwa auf den Urlaub einzustimmen oder die Immobiliensuche zu erleichtern.

"Wie Spannerei". Dabei erfreut der neue Google-Dienst längst nicht jeden, in Internetforen in den USA toben erhitzte Debatten über das Für und Wider. Mary Kalin-Casey aus Oakland (Kalifornien) protestierte als Erste. Sie testete "Street View" und sah plötzlich ihre Katze auf dem Fensterbrett. "Mein Problem ist letztlich die Frage, wo man die Linie zieht zwischen Fotografieren in der Öffentlichkeit und dem Hereinzoomen ins Leben der Menschen", sagte sie der New York Times. "Es ist wie Spannerei", fügte ihr Mann hinzu. In zahlreichen Diskussionsforen im Internet amüsieren sich Blogger bei der fieberhaften Suche nach den witzigsten und kuriosesten Fotos - oft auf Kosten von ihnen fremden Menschen, die identifizierbar sind.

Kritik. Für Kevin Bankston, Anwalt der Electronic Frontier Foundation (EFF), hat das mit Spaß nichts zu tun. Seine Stiftung setzt sich für den Schutz der Persönlichkeitsrechte im digitalen Zeitalter ein. "Es ist unverantwortlich, solch ein Produkt zu starten ohne die Identität der fotografierten Menschen mit technischen Mitteln zu verbergen", sagte er dem US-Onlinemagazin "ZDNet News".

Verteidigung. Vor dem Start von "Street View" hatte Google nach eigenen Angaben aber zumindest einige Organisationen wie beispielsweise das "Netzwerk zur Bekämpfung häuslicher Gewalt" gefragt, ob sie Einwände gegen das Fotografieren bestimmter Orte hätten. Außerdem hält der Suchmaschinengigant dagegen, dass man nur Bilder zeige, die auf öffentlichem Grund und Boden entstanden. "Die Szenerie ist nicht anders als jene, die jeder wahrnehmen kann, wenn er die Straße entlanggeht", erläutert Pressesprecherin Kate Hurowitz. Wenn es dennoch Probleme gäbe, könnten die Fotos entfernt werden. Die Webseite habe dafür einen Link.

Das helfe aber auch nicht, betont EEF-Anwalt Bankston. Denn viele Menschen wüssten gar nicht, dass sie bei "Street View" zu sehen seien. "Und wenn man es herausfindest, dann kann jegliche Verletzung der Privatsphäre schon stattgefunden haben", kritisiert er.


Fotoserien

"Street View"

Auf dem Dach eines Autos ist eine Kamera geklemmt, die in alle Himmelsrichtungen späht. Noch ist es auf die US-Metropolen San Francisco, New York, Las Vegas, Denver und Miami beschränkt, aber bald sollen auch große Städte in Europa dabei sein. Mit Einzelheiten hält sich Google allerdings noch zurück.

Vorvater Amazon

Online-Einzelhändler Amazon hatte schon im Jänner 2005 einen ähnlichen Dienst ins Leben gerufen, stellte ihn aber ein Jahr später wieder ein, weil er nach eigenen Angaben nicht in die Firmenstrategie passte. "Street View" soll dagegen wachsen.

Steiermark > Graz

Sonnig
Graz
min: 8° | max: 25°
7-Tagesprognose

Aktuelle Leser-Fotos

KLEINE.tv

ÖH-Wahl: "Wetter war zu schön zum Wählen"

Die ÖH-Wahlen 2013 glänzten vor allem mit einer extrem niedrigen Wahlbet...Bewertet mit 5 Sternen

 




Fotoserien

Zyklon "Mahasen" erreicht Bangladesch 

Zyklon "Mahasen" erreicht Bangladesch

 

Events & Tickets

Keinohrhasen Tipp

Keinohrhasen

18.05.13 Velden
Tickets bestellen


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang