Die Hälfte aller jungen Frauen wird Frisörin
Eigene Berufsmesse für Mädchen am 28. Juni will zeigen, dass es neben den traditionellen "Frauenberufen" auch noch viele andere gibt.

Foto © www.frauen.ktn.gv.atDie "Bomm" gibt Tipps für die Berufswahl
Schon mal einen Roboter gebaut, ein Schmuckstück zusammengelötet, unter die
Motorhaube eines Autos geschaut oder einen eigenen Radiobeitrag geschnitten? Nein. Dazu
haben junge Frauen zwischen 12
und 19 Jahren am 28. Juni auf der
"Bomm", der Berufsorientierungsmesse für Mädchen, die Gelegenheit.
Sensibilisieren.
"Wir wollen, dass die
Mädchen weg von den drei typischen, schlecht bezahlten Frauenberufen Frisörin, Verkäuferin
und Sekretärin kommen",
spricht Frauenreferentin Gaby
Schaunig das Problem dieser Berufssparten an.
Die "Bomm" versucht Mädchen, Eltern, aber auch Lehrer für
diese Thematik zu sensibilisieren. Auf der Messe soll ihnen mit
praktischen Beispielen gezeigt
werden, dass Berufe im Technik-
oder Metallbereich nichts mit
körperlicher Schwerarbeit zu tun
haben müssen. Oft wird mit Maschinen und Computern gearbeitet.
Appell.
"Mädchen sollen sich auf
existenzsichernde Jobs konzentrieren, egal ob mit Lehre oder
Studium", weiß Schaunig. Denn
viele von ihnen wagen den Berufseinstieg nach der Babypause
nicht mehr, da es sich finanziell
für die Familie nicht rechnet.
Helga Grafschafter, Frauenbeauftragte des Landes, richtet ihren Appell an die Eltern: "Sie sollten sich im Bekanntenkreis um
hören und vor ihren Töchtern
Berufe im technischen oder auch
sozialen und Gesundheitsbereich diskutieren."
Schnuppern.
Denn nur so
sieht Grafschafter eine Möglichkeit, das Einkommen der Mädchen und Frauen längerfristig zu
erhöhen. Schließlich gibt es 300
unterschiedliche Lehrberufe:
Nur 50 Prozent aller jungen Frauen in Kärnten ergreifen diese berufliche Chance. In einige können die Mädchen auf der
"Bomm" am 28. Juni hineinschnuppern.
Features
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Messe
Wann? Die "Bomm" fand am
28. Juni in der Klagenfurter
Messehalle 5 von 9 bis 16 Uhr
statt.
Höhepunkt? Die Verleihung der
LILITH, Frauenförderpreis des
Landes Kärnten.
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