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Zuletzt aktualisiert: 03.06.2007 um 23:10 Uhr

Einbruch-Profis leerten Flugschule komplett

Die Betreiber der Flugschule stehen vor dem Nichts: Die gesamte Ausrüstung im Wert von rund 150.000 Euro wurde von den Dieben abtransportiert - im Firmenfahrzeug.

Paragleiter und Zubehör wurden gestohlen

Foto © APParagleiter und Zubehör wurden gestohlen

Martin Sonnberger traf Sonntagfrüh fast der Schlag. Als der Geschäftsführer der am Westufer des Stubenbergsees gelegenen Paragleiter-Flugschule "Fun2Fly" zur Arbeit kam, fiel ihm sofort auf, das etwas nicht stimmte. "Einer unserer zwei Firmenwagen war verschwunden. Dann hab' ich gesehen, dass die Eingangstür aufgebrochen war." Der Schock war gewaltig: Die Verbrecher haben alles leer geräumt. "Die Flugschule, das Lager und den Shop", kann der 28-Jährige noch immer nicht fassen, was passiert ist.

Fahndung. 40 Gleitschirme, 20 Rettungsschirme, Gurte, Helme, technische Ausrüstung wie Höhenmesser, GPS-Geräte, Computer und Monitore, aber auch Bargeld - die Einbrecher haben wirklich alles mitgenommen, was sich irgendwie zu Geld machen lässt. Besonders dreist gingen die Profis - laut Exekutive müssen mehrere Täter am Werk gewesen sein - beim Abtransport der wertvollen Beute vor: "Bei einem Firmenwagen, einem Kleinbus, wurden die hinteren zwei Sitzreihen ausgebaut, dann wurde das Diebesgut sorgfältig verladen - und weg waren sie", schildert ein Beamter der Polizeiinspektion Pöllau. Nach dem schwarz lackierten Renault Traffic mit der auffälligen orangen Firmenaufschrift (siehe Info) wird nun fieberhaft gesucht. Anrainer der Flugschule haben von dem Einbruch nichts mitbekommen. Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei Pöllau (Tel.: 059133/6235) oder auch die Kriminaldienstgruppe der Polizei Hartberg (Tel.: 059133/6230) entgegen.

Gewaltiger Schaden. Die Exekutive schätzt den durch den Einbruch entstandenen Schaden auf rund 150.000 Euro. "Fun2Fly"-Inhaber Hans Joachim Imre spricht hingegen von 150.000 bis 200.000 Euro. "Dazu kommt noch der gewaltige Schaden durch die Ausfälle, die wir nun zu verkraften haben. Wir mussten natürlich den gesamten Schulungs- und Flugbetrieb absagen. Vom emotionalen Schaden will ich gar nicht erst sprechen", so Imre zur Kleinen Zeitung.

Versicherung. Der Sachschaden ist durch eine Versicherung gedeckt. Um den Betrieb provisorisch weiter aufrecht zu erhalten, werden nun Ausrüstungsgegenstände von anderen Flugschulen ausgeborgt und neues Material bestellt.

BERND THURNER

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