Geister-Lok raste von Tarvis bis nach Fürnitz
Nach 15 Kilometern Fahrt sprang der 86-Tonnen-Koloss bei Fürnitz aus den Schienen und stürzte in den Wald. Verletzt wurde niemand.

Foto © APRund 15 Kilometer war die Lok unterwegs bevor sie bei Fürnitz in ein Waldstück stürzte
Bei Verschubarbeiten im Bahnhof Tarvis "entkam" am Freitag gegen 10.40 Uhr eine Lok den italienischen Bahnbediensteten. Die "Taurus"-Lok - sie gehört einer ungarischen Privatbahn - hatte zuvor im Auftrag der ÖBB einen Güterzug von Österreich nach Italien gezogen. Dort war sie wegen der Umstellung von Wechsel- auf Gleichstrom abgehängt worden. Dabei machte sich der 86-Tonnen-Koloss aus noch ungeklärter Ursache selbständig und rollte führerlos Richtung Kärnten.
Rasant. Auf der leicht abfallenden Bahnstrecke wurde die Geister-Lok immer schneller. "Es wurde sofort Alarm gegeben und ein Nothalt ausgelöst, sodass alle Geleise frei waren", berichtet ÖBB-Sprecher Christoph Posch.
2000 Liter Öl ausgeflossen. Die Lok raste rund 15 Kilometer weit bis zum Großverschiebebahnhof Villach-Süd in Fürnitz. "Unsere Fahrdienstleiter hatten bereits die Weichen gestellt, um die Lok auf ein sicheres Gleis zu lenken", erklärt Posch. "Die Lok sprang jedoch aus den Schienen und wurde rund 200 Meter weit in den Wald geschleudert. Der Schaden geht in Hunderttausende Euro." 2000 Liter Trafo-Öl flossen aus, drei Feuerwehren und der Landeschemiker waren im Einsatz.











