22 Jahre neben totem Familienvater gelebt
Schock für zwei Frauen in Potsdam: Seit Jahrzehnten galt der Mann als verschollen, nun machten Bauarbeiter einen grausigen Fund.

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Schock nach 22 Jahren: Die Leiche eines Arztes
ist seit 1985 unentdeckt in einem ehemaligen Taubenschlag über seiner
Garage gelegen. Das Skelett sei jetzt bei Bauarbeiten in
Bergholz-Rehbrücke bei Potsdam entdeckt worden, teilte die
Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Frau und Tochter des Arztes
waren geschockt. Sie wohnten ahnungslos praktisch direkt neben der
Leiche.
Untersuchung. Das Ergebnis der toxikologischen Untersuchung stehe zwar noch aus,
sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Wilfried Lehmann. Dies sei
aber Routine. Ergebnisse sollen nach Pfingsten vorliegen. Bauarbeiter
hatten das Skelett am Montag gefunden, als sie Platten aus Wellasbest
von der Garage entfernten.
Abschied. Nach den Aussagen der Frau hatte sich ihr Mann 1985 kurz nach
seinem 50. Geburtstag mit den Worten verabschiedet: "Ich geh' noch
mal raus." Sie erinnere sich an den Tag so, als wäre es gestern
gewesen, sagte die Frau der Polizei. Zum Mittag habe es
Paprikaschoten gegeben. Eine Durchsuchung von Haus, Grundstück und
Garage blieb nach dem Verschwinden des Mannes ergebnislos.
Brief. Möglicherweise hatte der passionierte Jäger das Grundstück gar
nicht verlassen, sondern war gleich in den Verschlag über der Garage
gestiegen. Bei der Leiche wurden Abschiedsbriefe gefunden, sagte
Lehmann. Außerdem hatte er eine Decke, ein Kissen und eine Flasche
Schnaps bei sich. Der Alkohol war ein Geburtstagsgeschenk.











