Zwei Steirer bei Alpinunfällen im Oberland schwer verletzt
Lehrerin stürzte bei Abstieg in steilen Gelände. Mann wollte auf Seilbahnseil zu Tal gleiten und prallte gegen Verankerung.

Foto © Prechtl
In der Obersteiermark sind am Samstag zwei Personen
bei Alpinunfällen schwer verletzt worden. Dies teilte die
Sicherheitsdirektion Steiermark am Sonntag mit. Auf der Fölzalm bei
Thörl im Bezirk Bruck/Mur stürzte eine Lehrerin rund 70 Meter ab. In
Ramsau am Dachstein versuchte ein Kletterer ein Stück des Weges zu
Tal zu bewältigen, indem er über das Seil einer Seilbahn gleiten
wollte. Er prallte gegen die Verankerung.
Gegen 18.10 Uhr war die 50 Jahre alte Lehrerin aus Bruck/Mur beim
Abstieg von der Fölzalm zum Schwabenbartl im Gemeindegebiet von Thörl
ausgerutscht und rund 70 Meter in steilem Gelände in die Tiefe
gestürzt. Sie wurde von einem Rettungshubschrauber geborgen und ins
LKH Graz geflogen.
Unvorsichtig.
Ein Mann aus Schladming wollte nach dem Ausstieg aus einem
Klettersteig am Sattelberg in der Ramsau eine dort errichtete, aber
nicht für Begeher des Steiges vorgesehene Seilbahn benutzen, um zu
Tal zu gelangen. Er hakte jedoch den Karabiner seiner
Klettersteigbremse laut Polizei unsachgemäß in das Tragseil ein, als
er auf eine Länge von rund 45 Metern etwa 15 Höhenmeter talwärts
fahren wollte.
Schwere Verletzungen.
Der Mann prallte am Ende der Seilbahn ungebremst gegen den
Verankerungsbaum und zog sich dabei schwere Verletzungen zu: Becken-
und Schlüsselbeinbruch sowie eine Lungenquetschung und einen
Pneumothorax. Der Verunglückte wurde am Unfallort von Angehörigen des
Bergrettungsdienstes erstversorgt und rund 20 Meter abgelassen,
wonach er vom ÖAMTC-Rettungshubschrauber der Flugeinsatzstelle
Salzburg mittels Tau geborgen und in das Krankenhaus nach Schladming
geflogen wurde. Nach Erstversorgung wurde er zur weiteren Versorgung
ins LKH Salzburg überstellt.











