Australiens Militär will tausende Kängurus killen
Laut Verteidigungsministerium "verursachen Tiere Erosion und vernichten zudem Lebensraum von Eidechsen".

Foto © APASchwere Zeiten für die Beuteltiere
Australische Tierschützer haben vehement gegen Pläne des Militärs protestiert, tausende Kängurus am Rande der Hauptstadt Canberra abzuschießen.
"Werden alles tun". "Wenn sie das wirklich tun, wird
ihnen das noch Leid tun. Wir werden alles tun, was in unserer Macht
steht, um den Abschuss zu stoppen", sagte am Montag der Sprecher der
nationalen Koalition zum Schutz der Kängurus, Pat O'Brien. Andere
Tierschutzverbände stimmten in die Kritik ein.
Profi-Jäger. Das Militär will professionelle Jäger einbestellen, um etwa 3.200 Kängurus auf zwei Truppenübungsplätzen abzuschießen. Die grasenden Tiere verursachten angesichts der anhaltenden Dürre Erosion und vernichteten damit den Lebensraum von Eidechsen und einer bedrohten Nachtfalter-Art, erklärte das Verteidigungsministerium. Das Problem sei so ernst, dass sofort gehandelt werden müsse. Bisher hat die Stadt keine Lizenz zum Abschuss erteilt. Eine Entscheidung soll in dieser Woche fallen.
Die Dürreperiode hat die Kängurus in den vergangenen Wochen ins
Stadtzentrum getrieben; sie grasen auf Sportplätzen und in Parks, die
regelmäßig gesprengt werden.
Features
Kängurus
Die Kängurus (Macropodidae) sind eine Familie aus der Beuteltierordnung Diprotodontia. Sie zählen zu den bekanntesten Beuteltieren und gelten vielen als die typischsten Vertreter der Fauna Australiens.











