Kein Aus für "Kleines Glücksspiel"
Die SPÖ unternimmt neuen Anlauf zum Ausstieg aus den Automaten-Spielen. Vorerst vergeblich: BZÖ und ÖVP lehnen ein Verbot strikt ab.

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Die Problematik steigender Zahlen von Spielsüchtigen ist allen Kärntner Parteien bewusst. Ein Verbot des "Kleinen Glücksspiels", der Zockerei an den Automaten, ist aber in weiter Ferne. BZÖ und ÖVP lehnen dies ab. Die SPÖ wird dennoch heute im Landtag einen neuen Anlauf unternehmen. Sie thematisiert das Problem in der "Aktuellen Stunde" und wird mit einem Dringlichkeitsantrag den Ausstieg fordern. Die SPÖ kann auf die Unterstützung der Grünen hoffen, die bereits vor Monaten einen Antrag eingebracht haben.
Druck kommt auch aus der Landeshauptstadt Klagenfurt, wo der Stadtsenat am Dienstag einstimmig das Land zum Ausstieg aus dieser Form der Geldbeschaffung aufgefordert hat. Mit der größten Anzahl an Automaten, ist Klagenfurt am stärksten mit den negativen Auswirkungen konfrontiert. Wie explosionsartig die Spielsucht um sich greift, zeigt laut ÖVP-Abgeordneten Stephan Tauschitz die Tatsache, dass die Kärntner bei der Inanspruchnahme der 200 Therapie-Plätze in Österreich an der dritten Stelle liegen.
Nicht so dramatisch sieht die Sache BZÖ-Klubobmann Kurt Scheuch, für ihn sind "Koma-Trinken und andere Exzesse die wirklichen Probleme". Ein Verbot des Automatenspiels ist für Scheuch "undenkbar", das würde die Spieler nur in die Illegalität treiben. Das sagt auch die ÖVP. Für SPÖ-Chefin und Jugendreferentin Gaby Schaunig ist dieses Argument "lächerlich, dann müsste jedes Suchtmittel legalisiert werden". Für Schaunig ist es auch "verwerflich", wegen der Einnahmen für das Land am "Kleinen Glücksspiel" festzuhalten. Die Entwöhnung der Süchtigen werde ein Vielfaches kosten. Auch wenn sie heute keine Mehrheit bekommt, will die SPÖ weiter für ein Verbot kämpfen.
Kontrollen. BZÖ und ÖVP setzen hingegen auf verstärkte Kontrollen. Tauschitz will mit einer Anhebung des Zutrittsalters auf 21 Jahre den Zugang zu den Spielautomaten erschweren.










