Aus alt mach neu: Schrott-Autos als Top-Autos verkauft
Kärntner Unternehmer (41) baute beschlagnahmte Autos um. Am Mittwoch wurde er verurteilt.

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Rein technisch gesehen war das eine tolle Leistung", sagt Richterin Michaela Wietrzyk Richtung Anklagebank. Rein rechtlich gesehen war es glatter Betrug. Der Hauptangeklagte (41) hat alte Auto-Teile zu neuen Fahrzeugen zusammengebaut. Und diese als Top-Pkw verkauft.
90.000 Euro Schaden. Drei Mitangeklagten haben ihn dabei unterstützt. "Ursprünglich war von 60 Autos die Rede. Doch alle Fahrzeuge konnten gar nicht mehr gefunden werden. So blieb nur die Spitze des Eisberges übrig", holt die Richterin aus. Vermuteter Schaden: Mindestens 90.000 Euro. Der Hauptverdächtige war Chef eines Autoverwertungs-und Abschleppsunternehmens.
Aus alt mach neu. Immer wieder übernahm er von Gericht, Polizei und Zoll beschädigte oder beschlagnahmte Autos und stellte sie auf seinem Firmengelände unter. Und weil sich danach oft jahrelang niemand um die Fahrzeuge geschert hat, kam der Angeklagten auf eine verhängnisvolle Idee. Motto: Aus alt mach neu.
"Krimineller Handel". "Er hat die Autos, die ihm von den Behörden übergeben wurden, als Ersatzteillager für seine selbst gebauten Fahrzeuge verwendet," heißt es in der Anklage. Sogar Schrott-Autos der Trend-Marke Tuareg soll der Mann auseinandergenommen und geschickt wieder zusammengebastelt haben. Der Staatsanwalt sagt: "Unter dem Deckmantel eines regulären Kfz-Unternehmens betrieb der Hauptangeklagte einen kriminellen Handel." Auch aus der Rotlichtszene soll das Material für seine Auto-Kreationen gekommen sein. Jetzt ist eher Bremslicht angesagt: Der Hauptangeklagte und die Komplizen zeigen sich geständig.
Die Urteile: Der Drahtzieher muss wegen gewerbsmäßigen, schweren Betrugs zwei Jahre in Haft. Ein mehrfach vorbestrafter Komplize bekommt zweieinhalb Jahre Haft aufgebrummt. Und für die beiden anderen Täter gibt's bedingte Haftstrafen. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.











