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    Zuletzt aktualisiert: 05.05.2007 um 04:00 Uhr

    Alarmierend: Zahl der Einbrüche verdoppelt

    Vereinigung Österreichischer Länderversicherer startet mit Kriminalpolizei Aufklärungskampagne. Ein Drittel der Einbrüche scheitern, wenn Türen gesichert sind.

    Foto © Polizei

    Die Zahl der Einbrüche ist österreichweit in den letzten zwei Jahren um 100 Prozent angestiegen. Viel zu viele Mitbürger gehen einfach noch immer viele zu sorglos mit ihrem Hab und Gut um." Diese Bestandaufnahme ist für Robert Laßnig, Vorstandsdirektor der Kärntner Landesversicherung mehr als alarmierenden. Im Verbund mit den Österreichischen Länderversicherer - sie sind in der Sachsparte Marktführer - startet die Landeversicherung eine breit angelegte Aufklärungskampagne im Internet (www.klv.at).

    Mini-Alarmmelder. In den nächsten Wochen werden rund 3500 Mini-Alarmmelder durch verschiedene Aktionen unter das Volk gebracht. Mit einem Plus von 42 Prozent bei Einfamilienhäusern und einer Zunahme von fünf Prozent bei Wohnungen liegt Kärnten in der Einbruchsstatistik des Vorjahres bundesweit im Mittelfeld. "Heuer zeichnet sich für das erste Quartal allerdings wieder eine deutlicher Rückgang ab", analysiert Oberst Hermann Klammer, Leiter des Landeskriminalamtes.

    Autobahn-Abfahrten. Kriminalisten den LKA haben herausgefunden, dass vor allem Häuser im Nahbereich der Autobahn-Abfahrten an der Süd- und Tauernautobahn extrem einbruchsgefährdet sind. Rund 60 Prozent der Wohnhauseinbrüche erfolgt über Türen, so Klammer. Und: wenn die Türen entsprechend gesichert sind, geben die Einbrecher in ein Drittel der Fälle auf. Klammer: "Der größte Schwachpunkt sind die Schlösser. Gerade hier lässt sich mit oft kleinem Aufwand große Sicherungswirkung erzielten. Landesweit stehen 40 spze9ll geschulte Polizisten für kostenlose Beratungsgespräche zur Verfügung."

    Träume ernst nehmen. Mit der psychisch Belastung von Einbruchsopfern beschäftigt sich seit Jahren AVS-Psychologe Kurt Kurnig: "Für viele Menschen ist ihr Haus ihre Burg - nur fehlt es an der notwendigen Sicherung. Wird eingebrochen kommt es zur Erschütterung des Sicherheitsgefühles, welches Teil der eigenen Identität ist. Ein Drittel aller Einbruchsopfer sind nach dem Ereignis psychisch so schwer belastet, dass dringend fachliche Hilfe notwendig ist, die man auch in Anspruch nehmen sollte."

    PETER KIMESWENGER

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