Richtlinien für den Moslem im All
Ramadan kann auf der Erde nachgeholt werden.

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Fünf Mal täglich beten, fasten während des
Ramadans und nur islam-konforme Speisen zu sich nehmen: Damit
moslemische Astronauten auch im Weltall den religiösen Regeln folgen
können, hat Malaysia spezielle Richtlinien ausgearbeitet. Grund sei
der geplante Flug eines malaysischen Astronauten zur Internationalen
Raumstation (ISS) im Oktober, sagte der Leiter der Raumfahrtbehörde
in Kuala Lumpur, Maslan Othman, der Nachrichtenagentur AP.
Probleme.
Auf einer Tagung im vergangenen Jahr widmeten sich Experten den
möglichen Problemen moslemischer Astronauten. Die Ausrichtung nach
Mekka während der täglichen Gebete solle "nach den aktuellen
Möglichkeiten" erfolgen, heißt es in dem jetzt veröffentlichten
Regelwerk. Wer während des Ramadans ins All fliegt, darf eigentlich
zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang keine Nahrung zu sich
nehmen - Astronauten dürfen den Fastenmonat allerdings nachholen,
wenn sie zur Erde zurückgekehrt sind.
Regeln befolgen.
Gibt es Zweifel, ob Speisen entsprechend der islamischen Regeln
zubereitet wurden, sollten sie allerdings nur zurückhaltend
konsumiert werden. Geregelt ist auch die Kleiderordnung: Astronauten
müssen in der Öffentlichkeit anständig angezogen sein.
Die Regeln des Islams zu befolgen sei für Moslems "in jeder
Situation, zu jeder Zeit und an jedem Ort" verpflichtend, betonte
Mustafa Abdul Rahman vom Ministerium für islamische Entwicklung. Dass
auf der ISS andere Gegebenheiten herrschten als auf der Erde, sei
"kein Hindernis für einen Astronauten, die Pflichten eines Moslems zu
erfüllen".
Auf den Flug zur ISS bereiten sich in Moskau derzeit zwei
Astronauten aus Malaysia vor. Sie wurden aus mehr als 10.000
Bewerbern ausgewählt. Moslemische Astronauten waren bisher unter
anderem Prinz Sultan bin Salman aus Saudi-Arabien, der 1985 an Bord
der "Discovery" ins All flog, und die US-iranische Geschäftsfrau
Anousheh Ansari, die im vergangenen September zur ISS reiste.
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Kooperation
Russland will den Vereinigten Staaten bis 2011 mehrere Fähren für die Internationale Raumstation ISS liefern. Der Auftragswert liege bei knapp einer Milliarde Dollar (733 Millionen Euro).
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Auf zum Mond
Russland wolle im Übrigen auch bei der Erforschung des Mondes mit den USA zusammenarbeiten. Die NASA hatte im Dezember angekündigt, dass sie ungefähr um das Jahr 2020 herum eine kleine Astronautenkolonie am Südpol des Mondes aufbauen wolle.










