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Zuletzt aktualisiert: 01.05.2007 um 18:40 Uhr

Richtlinien für den Moslem im All

Ramadan kann auf der Erde nachgeholt werden.

Foto © APA

Fünf Mal täglich beten, fasten während des Ramadans und nur islam-konforme Speisen zu sich nehmen: Damit moslemische Astronauten auch im Weltall den religiösen Regeln folgen können, hat Malaysia spezielle Richtlinien ausgearbeitet. Grund sei der geplante Flug eines malaysischen Astronauten zur Internationalen Raumstation (ISS) im Oktober, sagte der Leiter der Raumfahrtbehörde in Kuala Lumpur, Maslan Othman, der Nachrichtenagentur AP.

Probleme. Auf einer Tagung im vergangenen Jahr widmeten sich Experten den möglichen Problemen moslemischer Astronauten. Die Ausrichtung nach Mekka während der täglichen Gebete solle "nach den aktuellen Möglichkeiten" erfolgen, heißt es in dem jetzt veröffentlichten Regelwerk. Wer während des Ramadans ins All fliegt, darf eigentlich zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang keine Nahrung zu sich nehmen - Astronauten dürfen den Fastenmonat allerdings nachholen, wenn sie zur Erde zurückgekehrt sind.

Regeln befolgen. Gibt es Zweifel, ob Speisen entsprechend der islamischen Regeln zubereitet wurden, sollten sie allerdings nur zurückhaltend konsumiert werden. Geregelt ist auch die Kleiderordnung: Astronauten müssen in der Öffentlichkeit anständig angezogen sein. Die Regeln des Islams zu befolgen sei für Moslems "in jeder Situation, zu jeder Zeit und an jedem Ort" verpflichtend, betonte Mustafa Abdul Rahman vom Ministerium für islamische Entwicklung. Dass auf der ISS andere Gegebenheiten herrschten als auf der Erde, sei "kein Hindernis für einen Astronauten, die Pflichten eines Moslems zu erfüllen".

Auf den Flug zur ISS bereiten sich in Moskau derzeit zwei Astronauten aus Malaysia vor. Sie wurden aus mehr als 10.000 Bewerbern ausgewählt. Moslemische Astronauten waren bisher unter anderem Prinz Sultan bin Salman aus Saudi-Arabien, der 1985 an Bord der "Discovery" ins All flog, und die US-iranische Geschäftsfrau Anousheh Ansari, die im vergangenen September zur ISS reiste.


Kooperation

Russland will den Vereinigten Staaten bis 2011 mehrere Fähren für die Internationale Raumstation ISS liefern. Der Auftragswert liege bei knapp einer Milliarde Dollar (733 Millionen Euro).

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Auf zum Mond

Russland wolle im Übrigen auch bei der Erforschung des Mondes mit den USA zusammenarbeiten. Die NASA hatte im Dezember angekündigt, dass sie ungefähr um das Jahr 2020 herum eine kleine Astronautenkolonie am Südpol des Mondes aufbauen wolle.

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