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    Zuletzt aktualisiert: 27.04.2007 um 13:34 Uhr

    In Österreich boomt die Geldwäsche

    Zahl der Verdachtsmeldungen stieg um mehr als 85 Prozent im Vergleich zu 2004. 2006 wurden 28 Millionen Euro an gewaschenem Geld beschlagnahmt.

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    Immer mehr Arbeit für die Ermittler für Geldwäschefälle in Österreich: Laut einem Bericht des Bundeskriminalamtes (BK) ist die Anzahl der 2006 an die Polizei erstatteten Verdachtsmeldungen um etwas mehr als 85 Prozent im Vergleich zu 2004 gestiegen. 2004 waren es noch 373 Meldungen, 2005 bereits 467 und im vergangenen Jahr 692. Die Polizei beschlagnahmte 2006 über 28 Millionen Euro.

    Aktenzugänge. Von 2005 auf 2006 gab es auch eine Steigerung der Aktenzugänge. Im vergangenen Jahr wurde die Höchstzahl von 2.602 erreicht. Das bedeutete im Vergleich zu 2005 ein Plus von mehr als 25 Prozent.

    Gründe. Das BK glaubt, dass die von der Behörde durchgeführten Sensibilisierungs- und Schulungsveranstaltungen sowie das gesteigerte Problembewusststein der meldepflichtigen Berufsgruppen - wie Banken, Versicherungen, Rechtsanwälte, Notare oder Buchhalter - für die Steigerungen ausschlaggebend waren. Diese Hinweise und polizeiliche Ermittlungen führten zu 121 Strafanzeigen an die Staatsanwaltschaften. Von den Justizbehörden ergingen zusätzlich 24 Gerichtsaufträge und 37 Kontoöffnungsbeschlüsse, die zu 60 Kontoauswertungen, zwölf Einvernahmen, drei Hausdurchsuchungen, zehn Aufenthaltsermittlungen und drei Festnahmen führten.

    Verschärfte Bestimmmungen. Seit dem Aus für anonyme Sparbücher im Jahr 2002 gelten für Einlagen von mehr als 15.000 Euro verschärfte Geldwäschebestimmungen. Für die Kriminellen ist es deshalb aber nicht schwieriger geworden, Geld rein zu waschen. Sie bedienen sich anderer Mittel: Die Palette reicht von Internet-Betrügereien, Money-Remittance-Systemen, Offshore-Business, Online Banking, Pishing-Mails, Steuerkarussellen, Ebay-Betrügereien bis hin zu "Nigerianischen Briefen", sagte der Leiter der Geldwäschestelle im Innenministerium, Josef Mahr.

    Phishing. Auch beim Phising, wo gutgläubigen Menschen Konto- und Zugangsdaten herausgelockt werden, stecken oft Geldwäscher dahinter. Bisher gibt es in Österreich 400 Phising-Fälle mit einem Schaden von 300.000 Euro. Ähnlich sieht es beim "Nigerianischen Brief" aus, wo die Verfasser der Schreiben von den Adressaten Vertrauen fordern und um finanzielle Unterstützung bei der Transferierung riesiger Geldsummen ersuchen. Dem Adressaten wird eine Vermittlungsprovision angetragen. "Viele gehen aus Scham gar nicht zur Polizei", beklagt BK-Chef Herwig Haidinger. Geldwäschefälle gibt es auch bei Ebay-Betrügereien: Es werden günstige Produkte zum Kauf angeboten. Wenn der Kunde zahlt, kommt der Artikel aber nie an. "Ebay wird hier als Plattform für Geldwäsche ausgenutzt", sagte Mahr.


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