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    Zuletzt aktualisiert: 26.04.2007 um 07:42 Uhr

    Immer mehr Steirer verzweifeln an einem Leben auf Pump

    Schuldenreport 2006 zeigt: Zahl der Privatpleiten und Außenstände pro Schuldner steigen.

    Foto © AA

    Über den Boom in dieser Branche freut sich wohl keiner so richtig: Die Schuldenberatungsstellen in Österreich erfahren einen noch nie dagewesenen Zulauf. Fast 50.000 Schuldnergespräche österreichweit im Jahr 2006 bedeuten einen eher traurigen Rekord. Das sind um sieben Prozent mehr als 2005. Allein in der Steiermark war das Schuldnerberatungs-Team rund um Christof Lösch 2006 in 7860 Fällen im Einsatz. Alarmierend auch die Zahlen des Kreditschutzverbandes von 1870 aus dem ersten Quartal 2007.

    Privatpleiten. Während in diesem Zeitraum die Anzahl der steirischen Firmenpleiten um fast zehn Prozent gesunken ist, legte die Zahl der Privatpleiten in der Steiermark um traurige 14 Prozent zu. In ganz Österreich wurden 2006 laut Schuldenbericht knapp 6300 Privatkonkurse eröffnet, das sind um 13,4 Prozent mehr als 2005.

    Verschuldung. Dass immer mehr Landsleute in einem Leben auf Pump scheitern, zeigt der nun vorgelegte Schuldenreport der österreichweit zehn Beratungsstellen. So stieg die durchschnittliche Verschuldung der Hilfesuchenden von 35.800 Euro im Jahr 2004 auf zuletzt 38.000 Euro.

    Gründe. Als Hauptgründe für die Überschuldung stellen sich bei Privatpersonen gescheiterte Selbstständigkeit, Arbeitslosigkeit und falscher Umgang mit Geld heraus. Wobei die Männer in erster Linie mit einer eigenen Firma in die Pleite gerissen werden, bei Frauen ist es überdurchschnittlich oft eine übernommene Bürgschaft.

    Schulbildung. Generell fallen geringe Schulbildung und schlechtes Monatseinkommen der Klienten auf: 40 Prozent haben nur einen Pflichtschulabschluss, 56 Prozent müssen mit weniger als 1000 Euro monatlich auskommen. Zudem wurden auch 943.249 Sach- sowie 762.105 Lohnpfändungen beantragt.

    Handyrechnung. Zur Altersverteilung erklärt Lösch, dass knapp 60 Prozent der steirischen Klienten zwischen 20 und 40 Jahren alt seien. "Es waren aber auch rund 100 Jugendliche unter 20 Jahren bei uns." Laut Lösch seien in diesen Fällen "haarsträubende Handyrechnungen die Einstiegsdroge Nummer eins".

    ULRICH DUNST

    Fakten

    6296 Privatkonkurse wurden laut Schuldenbericht 2006 in Österreich eröffnet (plus 13,4 Prozent gegenüber 2005). 943.249 Pfändungen beweglicher Güter wurden beantragt. 762.105 Lohnpfändungen gab es bis zum Existenzminimum.

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