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Zuletzt aktualisiert: 22.04.2007 um 10:30 Uhr

NASA-Amokläufer wollte sich rächen

Bewaffneter in NASA-Gebäude tötete Geisel und sich selbst. Das Motiv dürfte Rache für eine schlechte Leistungsbeurteilung gewesen sein.

Tatort: NASA-Gebäude in Houston

Foto © APATatort: NASA-Gebäude in Houston

Der Weltraum-Ingenieur, der im NASA-Kontrollzentrum in Houston einen Kollegen und dann sich selbst erschossen hat, fühlte sich offenbar von seinem Opfer schlecht behandelt. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, hatte der Ingenieur Bill Phillips vor der Tat eine Leistungsbeurteilung von seinem späteren Opfer erhalten, die negativ ausgefallen sei. Zunächst habe Phillips dem Kollegen David Beverly nur Schusswunden zugefügt und dann den Raum verlassen. Als Beverly versuchte, die Tür zu verbarrikadieren, um eine Rückkehr des Ingenieurs zu verhindern, erschoss Phillips den Mann.

Rache. "Der Täter machte Beverly für die schwache Leistungsbeurteilung verantwortlich", sagte Polizeichef Harold Hurtt. Der Täter hatte sich die Beurteilung am 18. März ausgedruckt, wie die Polizei bekannt gab. Noch am selben Tag habe er sich dann die spätere Tatwaffe gekauft. Am Freitag ging er schnurstracks in das NASA-Kontrollzentrum, die Waffe trug er offen. Beverly habe zunächst versucht, mit Phillips über die Beurteilung zu sprechen, dann schoss der Mann aber. Eine weitere, weibliche Geisel wurde laut Polizei mit Klebeband gefesselt, aber unverletzt gefunden.

Gebäude geräumt. Die Polizei hatte das Gebäude 44 des Johnson Space Center weitgehend geräumt, nachdem sich der Bewaffnete darin verschanzt hatte. Die NASA kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an. "Der Verdächtige schoss sich einmal in den Kopf", sagte ein Beamter der Houstoner Polizei. Offenbar sei er auf der Stelle tot gewesen.

Missionen nicht beeinträchtigt. Die NASA-Missionen wurden durch das Geiseldrama demnach nicht beeinträchtigt. Im Building 44, einem der kleineren Gebäude des Space Center, werden u.a. die Einsätze von Raumfähren überwacht und ausgewertet.


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Bild vergrößernDas Gebäude wurde evakuiertFoto © Reuters

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